Bahnchef: Dividende in Schienenverkehr stecken

14.06.2010 11:44 Uhr
Rüdiger Grube
Grube: Verkehrsminister Ramsauer habe zugesichert, nicht bei Investitionen in die Schiene zu sparen
© Foto: ddp / Berthold Stadler

Bahn-Chef Grube: Die jährliche Abführung von 500 Millionen Euro an den Bund soll wieder in Bahnprojekte fließen

Berlin. Bahnchef Rüdiger Grube fordert, dass die künftige Dividende an den Bund für neue Bahnprojekte ausgegeben wird. In den kommenden Jahren werde allein der Schienengüterverkehr um die Hälfte zunehmen, sagte Grube dem Berliner "Tagesspiegel". Das sei mit der heutigen Infrastruktur nicht zu schaffen.

Das Sparpaket der Bundesregierung sieht vor, dass der bundeseigene Konzern von 2011 bis 2014 jährlich 500 Millionen Euro abführt. Bislang konnte die Bahn ihre Gewinne komplett behalten. 

Grube warnte davor, das Geld anderen Verkehrsträgern wie Auto oder Flugzeug zukommen zu lassen. "Das darf nicht sein, und da werde ich mich weiter zu Wort melden", erklärte der Bahnchef. Zumindest habe ihm Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) aber zugesagt, dass bei den Investitionen in die Schiene nicht gespart werde. "Herr Ramsauer hat mir versichert, dass weder bei Neubauvorhaben noch beim Erhalt des Schienennetzes Einsparungen stattfinden." (dpa)

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