Die Bahn ist an dem Gemeinschaftsunternehmen mit 49 Prozent, der Verkehrstechnikkonzern Alstom mit 51 Prozent beteiligt. Damit obliegt dem französischen Partner die unternehmerische Führung, teilen die Unternehmen mit. Sitz der neuen Firma ist das DB Werk Stendal, dem auf diese Weise die Schließung erspart bleibt, da die Bahn momentan ihre Überkapazitäten im Bereich der schweren Instandhaltung abbaut. Mit dem Redesign der Lokomotiven habe sich das Werk seit Jahren einen guten Ruf erworben. Dieses fachliche Know-how sei die Basis der neuen Geschäftstätigkeit, das die Bahn einbringt. Neben dem Wissen bringt der Berliner Konzern auch über 200 Loks als Anlagevermögen in die neue Gesellschaft mit ein. Alstom hingegen stützt den Betrieb durch seine Vertriebskanäle. Bahnchef Hartmut Mehdorn: "Der Markt für Diesellokomotiven befindet sich im Umbruch, die Nachfrage steigt. Das Know-how im Werk wird hier ganz hervorragend genutzt, zur Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze." Nach Angaben eines Bahn-Sprechers sei das Unternehmen derzeit mit Aufträgen ausgelastet und werde "schon bald schwarze Zahlen schreiben."
Bahn wird zum Gebrauchtlokhändler
Die Deutsche Bahn und Alstom haben ein Joint Venture gegründet. Die Lokomotiven Service GmbH modernisiert und vermarktet ab September gebrauchte Dieselloks.