Der Vertrag steht unter dem Vorbehalt der Nicht-Untersagung durch die zuständige Kartellbehörde und die entsprechenden Gremien. Bislang hat DB Cargo 100 Prozent an der Gesellschaft gehalten. Die TFGI hat im Jahr 2001 im Container-Hinterlandverkehr gut 650.000 Standardkontainen (TEU) bewegt und einen Umsatz von 207 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Rahmen der Strategie für den Kombinierten Verkehr möchte DB Cargo, die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn AG, ihre Position im Seehafenhinterlandverkehr ausbauen. Nach Angaben der Bahn sollen durch die neue Eigentümerstruktur die Stärken des größten Terminalbetreibers im Hamburger Hafen, der HHLA, und des Operators für Seehafenhinterlandverkehre, der TFGI, Besser kombiniert werden. "Die Verbesserung der Schnittstelle zwischen Terminalbetreiber und Seehafenhinterlandverkehren ist eine der wesentlichen Voraussetzung, um im Kombinierten Verkehr wachsen zu können", so Bernd Malmström, Vorstandsvorsitzender der DB Cargo. Der Containerumschlag ist für die Seehäfen und damit auch für den Hamburger Hafen das Wachstumssegment schlechthin. Die HHLA, als größtes Unternehmen der Seeverkehrswirtschaft in Deutschland ist schon heute maßgeblich im Container-Hinterlandverkehr engagiert. HHLA-Vorstandsvorsitzende Peter Dietrich sieht in der Übereinkunft einen wichtigen Baustein zum weiteren Ausbau dieses Netzwerks.
Bahn gibt Anteile von Transfracht ab
Die Hamburger Hafen und Lagerhaus Aktiengesellschaft (HHLA) und die DB Cargo haben am 2. Mai 2002 in Frankfurt einen Vertrag zur 50 prozentigen Beteiligung der HHLA am Stammkapital der TFGI (Transfracht Internationale Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH) unterzeichnet.