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BAG-Bericht: Logistikbranche droht Fachkräftemangel

Den Transport- und Logistikunternehmen fehlen künftig qualifizierte Mitarbeiter
© Foto: ddp/Oliver Stratmann

Hohe Altersstruktur, zu wenig Auszubildende: Den Transport- und Logistikunternehmen fehlen künftig qualifizierte Mitarbeiter


Datum:
14.09.2010
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Köln. Der Fachkräftemangel bleibt eine der zentralen Herausforderungen der Transport- und Logistikbranche. Die ist das Ergebnis des zweiten Turnusberichts zur Arbeitsmarktsituation und den Arbeitsbedingungen in Güterverkehr und Logistik des Bundesamts für Güterverkehr (BAG). Gegenstand der Untersuchung, die sich schwerpunktmäßig mit den Entwicklungen im Jahr 2009 befasst, sind Speditionskaufleute, Schienenfahrzeugführer, Kraftfahrzeugführer und Binnenschiffer.

Angesichts der hohen Altersstruktur der Beschäftigten sowie des demographischen Wandels stellt nach den Ergebnissen der BAG-Studie die Nachwuchsgewinnung für die deutsche Transport- und Logistikwirtschaft eine zunehmende Herausforderung in den kommenden Jahren dar. Zwar haben die Unternehmen ihre Ausbildungstätigkeit in den letzten Jahren insgesamt verstärkt und vielfach auch zu Zeiten der Wirtschaftskrise beibehalten, nach wie vor bietet jedoch nur ein Teil der Betriebe Ausbildungsplätze an. Gleichzeitig mahnen Unternehmensvertreter vermehrt eine mangelnde Ausbildungsreife der Bewerber an, die in einigen Fällen dazu führt, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

Vor dem Hintergrund einer hohen Wettbewerbsintensität sowie stetig steigender Anforderungen sehen sich viele Beschäftigte einer hohen psychischen und physischen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Dies führt dazu, dass auf der einen Seite Beschäftigte nicht selten vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden und auf der anderen Seite es Transport- und Logistikunternehmen vergleichsweise schwerer fällt, geeignete Fachkräfte im Wettbewerb mit vermeintlich attraktiveren Branchen zu gewinnen.

Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008 ging zwar die Nachfrage nach Fachkräften zurück, insgesamt versuchten die Unternehmen jedoch, ihr Personal weitestgehend zu halten. Dazu wurde laut BAG in vielen Fällen das Instrument der Kurzarbeit genutzt. Ein deutlich höherer Anstieg der Arbeitslosenzahl konnte so verhindert werden. (sb) 

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