Polizei und Verkehrspolitiker in Baden-Württemberg sind alarmiert: Allein bei Kontrollen auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Karlsruhe hat sich die Zahl der unter Drogeneinfluss stehenden Autofahrer zwischen 1999 und 2001 mehr als vervierfacht. Das zeigten die jüngsten Polizeistatistiken. Bei 420 Unfällen unter Drogeneinfluss im Jahr 2001 (Vorjahr: 372) kamen auf den Straßen Baden-Württembergs 12 Menschen ums Leben, 96 wurden schwer, 175 leicht verletzt. Die Polizei des Bundeslandes in der Südwestecke hat jetzt den "Drogenfahrern" den Kampf angesagt. "Wer sich unter Einfluss von Partydrogen oder sonstiger Rauschmittel hinter das Lenkrad setzt, begeht kein Kavaliersdelikt mehr. Er muss künftig mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen. Der sofortige Führerscheinentzug ist dabei ein geeignetes Mittel", sagte der Stuttgarter Innenstaatssekretär Heribert Rech (CDU) vor der Presse. Wer unter Drogeneinfluss stehe, sei nach der geltenden Führerscheinverordnung grundsätzlich nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges geeignet. Innenminister Thomas Schäuble will die Zügel straffer ziehen und hat alle Fahrerlaubnisbehörden und Polizeidirektionen des Landes in eindeutigen Fällen zum "konsequenten Entzug der Fahrerlaubnis" aufgefordert. (vr/dpa)
Baden-Württemberg: Bei Drogen am Steuer Führerschein weg
Zahl der Drogenfahrer bei Einzelkontrollen seit 1999 vervierfacht