Automechanika: Branche klagt über schlechte Geschäfte

16.09.2008 16:26 Uhr

Weltweit größte Werkstatt- und Autoteilemesse feiert in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum

Frankfurt/Main. Im Zeichen der schwächelnden Konjunktur und sinkender Autoverkäufe hat die Autozuliefermesse Automechanika heute in Frankfurt begonnen. Werkstätten und Fahrzeughändler klagten über sinkende Erträge und den stagnierenden Autoabsatz. „Der Verdrängungswettbewerb nimmt zu und die Unordnung im KFZ-Markt wächst“, sagte der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Robert Rademacher, zur Eröffnung. Freie Werkstätten jagten mit Niedrigpreisen den etablierten Händlern Kunden ab. Viele Autofahrer sparten zudem an Reparaturen und Wartung. Langfristig hofften die Werkstätten aber wieder auf steigende Umsätze, weil die Autos auf Deutschlands Straßen immer älter und damit reparaturanfälliger würden. Um Autokäufer vor Betrug und unseriösen Anbietern im Internet zu schützen, wurde auf der Messe ein Kodex für den Fahrzeughandel im Internet präsentiert. Daran beteiligt sind der ADAC, die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs, der Verband ZDK sowie die Internet-Autohändler AutoScout24 und mobile.de. Der Kodex definiert Fahrzeugkategorien und legt Verhaltensregeln fest, die Käufer und Verkäufer bei den beteiligten Internet-Fahrzeugbörsen künftig beachten müssen. Weltweit größte Werkstatt- und Autoteilemesse feiert in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum. Bis kommenden Sonntag werden etwa 160.000 Besucher erwartet. Auf dem ausgebuchten Messegelände zeigen 4680 Firmen Innovationen rund um das Auto. Im Mittelpunkt stehen umweltfreundliche Antriebe wie Elektro- und Hybridmotoren sowie Nachrüstfilter für Kleintransporter. Festpreise und umweltfreundliche Beratung sollen wieder mehr Kunden in die Werkstätten locken. Auch die Nachrüstung von Abgasfiltern für Kleintransporter, wie Handwerksbetriebe sie nutzen, soll das Geschäft beleben. (dpa)

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