Bremerhaven. Die weltweite Wirtschaftskrise hat längst die Werften und die Zulieferbetriebe erreicht. Insolvenzen, Arbeitsplatzabbau, Teilverkäufe und drohende Schließungen sorgen für Schlagzeilen. So gibt es bei den insolventen Wadan-Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) zwar einen neuen Investor, doch seit acht Wochen haben die rund 2400 Beschäftigten dort keine Arbeit. Die Bremer Hegemann-Gruppe mit den Standorten in Stralsund und Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) sowie im niedersächsischen Berne steckt in einer Finanzklemme und setzt auf Staatshilfen von 280 Millionen Euro. Thyssen Krupp will die Traditionswerft Nordseewerke im ostfriesischen Emden an die Siag Schaaf Industrie AG verkaufen. Dort sollen künftig Bauteile für Offshore-Windkraftanlagen entstehen. Von den mehr als tausend Mitarbeitern bangen rund 400 um ihren Job. Die Meyer Werft in Papenburg ist als Kreuzfahrt-Spezialist zwar mit Aufträgen für acht Schiffe bis Ende 2012 gut ausgelastet, arbeitet aber mit Hochdruck an Anschlussaufträgen. Der Markt sei in einer schwierigen Situation, heißt es im Unternehmen. Den Schiffbau-Zulieferer brechen gleichfalls die Aufträge weg. Dort wurden nach Verbandsangaben innerhalb eines Jahres rund 3600 Stellen eingespart. (dpa)
Auftragsflaute bei den Werften
Weltweite Wirtschaftskrise hat die Werften und Zulieferbetriebe fest im Griff