Austrian Airlines (AUA) will die Aktienmehrheit bei Lauda Air, um deren Unternehmenspolitik beeinflussen zu können. Derzeit hält AUA 36 Prozent der Lauda-Aktien. Der AUA-Vorstand möchte deshalb Lauda-Aktien von Lufthansa (derzeit 20 Prozent) kaufen, und sich dafür im Dezember die Zustimmung seines Aufsichtsrates holen. Der "Kranich" gibt dazu vorerst keinen Kommentar ab. Hintergrund des geplanten Deals ist ein aktueller Lauda-Verlust von 80 Millionen Mark, der durch Flugzeugverkäufe kompensiert werden soll. Diese Strategie sei laut AUA-Vorstand falsch. Außerdem wollen die AUA-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka ihren Plan verwirklichen, AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways unter einem Unternehmensdach zusammenzuführen, um Synergie-Effekte lukrieren zu können. Pikanterie am Rande: Die beiden AUA-Vorstandsdirektoren sind in ihrem eigenen Aufsichtsrat umstritten.
AUA strebt Lauda-Mehrheit an
AUA-Vorstände planen weiter Holding mit Lauda Air und Tyrolean Airways