Einstimmig hat die Staatsduma jetzt das Projekt Nord-Südkorridor ratifiziert. Es beruht auf einem bereits im September 2000 von Präsident Wladimir Putin mit dem Iran, Indien und Oman geschlossenen Vertrag. Er sieht den raschen und billigen Handelsverkehr zwischen den Staaten am Indischen Ozean und Persischen Golf mit Ländern in Nord- und Zentraleuropa vor. Bis auf spezielle Dienstleistungen beim Transport sollen Speditionen der Vertragsunterzeichner kostenfrei ihre Waren auf der Linie durch das Kaspische Becken befördern. Allerdings stehen die konkreten Arbeiten und insbesondere weitere Abkommen mit Transitländern in der GUS noch bevor. In Russland gilt der Handelskorridor neben anderen, ähnlichen Vorhaben als wirtschaftliches Zukunftsmodell. Die Föderation will den weltweiten Warenaustausch nach Möglichkeit auf ihrem Territorium bündeln. (vr/jpd)
Arbeit am Nord-Südkorridor
Ausbau des Handelsverkehrs zwischen Europa und Staaten am Indischen Ozean und Persischen Golf