Antwerpen. Der Hafen Antwerpen liegt beim Containerumschlag weiter auf solidem Wachstumskurs. Das geht aus der jetzt vom Städtischen Hafenbetrieb Antwerpen (SHA) vorgelegten Neunmonatsanalyse hervor. Danach wurden im Containersegment gut 6,7 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen – ein Plus von rund neun Prozent gegenüber dem Zeitraum von Januar bis September 2007. Besonders deutlich fällt der Zuwachs im Bereich des erst im Sommer 2005 in Betrieb genommenen Terminalkomplexes im Deurganckdok aus, das sich auf dem linken Scheldeufer befindet. In diesem Bereich werden mittlerweile gut 21 Prozent des Containerumschlags in dem flämischen Hafen generiert. Im aktuellen Berichtszeitraum entfielen auf das Deurganckdok knapp 1,4 Millionen TEU. Das entspricht einem Mengenzuwachs von gut 30 Prozent gegenüber dem Zeitraum von Januar bis September 2007. Insgesamt gingen 144 Millionen Tonnen über die Kaikanten der Nummer zwei unter den europäischen Seehäfen. Das entspräche einem Zuwachs von gut 7,2 Prozent oder knapp zehn Millionen Tonnen, so der SHA. Einen massiven Einbruch mussten die im konventionellen Stückgutbereich tätigen Hafenfirmen verkraften. Auslöser für diese Entwicklung ist der starke Rückgang bei Stahlerzeugnissen. Immerhin gilt Antwerpen als bedeutendster Umschlagplatz für Stahl- und Eisenerzeugnisse in Europa. Der Mengenrückgang beträgt gut 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Auch beim Papierumschlag musste der Scheldehafen Federn lassen. Die Mengen fielen um gut 11,5 Prozent geringer aus. Der Massengutumschlag pendelte sich bei 50 Millionen Tonnen ein (plus neun Prozent), wobei vor allem Greifergüter wie Kohle und Erz hohe Zuwachsraten aufwiesen. (eha)
Antwerpen: Containerumschlag bleibt eine sichere Bank
Seit Januar rund neun Prozent Wachstum im Hafen Antwerpen/ 1,4 Millionen TEU entfielen auf den Terminalkomplex Deurganckdok