Im Streit über eine Nachfolgeregelung für das Ende 2003 auslaufende Ökopunktesystem für den Alpentransit durch Österreich ist es zu einer ersten Annäherung gekommen. Die am stärks-ten betroffenen EU-Mitgliedsstaaten Österreich, Italien und Deutschland wollen jetzt Arbeitsgruppen zu diesem Thema bilden. Das ist das Ergebnis von Gesprächen, die Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) in der vergangenen Woche in Berlin mit seinen Amtskollegen Mathias Reichhold (Österreich), Pietro Lunardi (Italien) führte. Eine Gruppe werde sich unter Federführung Italiens mit der Frage der Aktualisierung und Abgleichung der vorhandenen Daten über die Verkehrsströme befassen, teilte das Bundesver- kehrsministerium mit. Österreich leitet eine Arbeitsgruppe über den Ausbau der Schieneninfrastruktur. Thema einer deutschen Gruppe sind die kurzfristigen Möglichkeiten einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene mit dem Schwerpunkt Kombinierter Verkehr. Die Arbeitsgruppen sollten ihre Arbeit spätestens im September dieses Jahres beginnen und einen Entscheidungsvorschlag für den geplanten EU-Verkehrsministerrat im Dezember erarbeiten, sagte Bodewig. (vr/jk)
Annäherung in Berlin beim Alpentransit
Arbeitsgruppen sollen Entscheidungsvorlage erarbeiten