Leutkirch/Stuttgart. Am Nadelöhr auf der Autobahn 96 zwischen Leutkirch und Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) kann weitergebaut werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie das für Verkehr zuständige Innenministerium haben ihren Streit über den Bau einer Raststätte beigelegt und einem Vergleichsvorschlag des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Mannheim zugestimmt. Demnach verzichte das Land auf den Bau der Tank- und Rastanlage „Argental“, sagte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag in Stuttgart. Im Gegenzug lässt der BUND seine Klage fallen. Der BUND hatte geklagt, weil er die Anlage für umweltgefährdend hält und die Planfeststellung gegen Naturschutzrichtlinien verstoße. „Argental“ sei ohnehin überflüssig, weil es im Umkreis private Rasthöfe gebe, die ihr Angebot zudem erweitern wollten. An dem Lückenschluss wird seit einem Jahr gebaut, wobei die Raststätte zurückgestellt worden war. Das fehlende, rund sieben Kilometer lange Teilstück soll 50 Millionen Euro kosten. Die Verengung zwischen Leutkirch-Gebrazhofen und Dürren auf zwei Fahrspuren ist wegen der Staus berüchtigt und als Unfallschwerpunkt bekannt. (dpa/tz)
An der A 96 wird weitergebaut
Streit über Rasthof beendet – Fehlendes, rund sieben Kilometer langes Teilstück soll 50 Millionen Euro kosten