Rom. Die neue italienische Regierung hat noch immer nicht über das Schicksal der staatseigenen Fluggesellschaft Alitalia entschieden. Doch in Unternehmerkreisen wird über Verkaufsmöglichkeiten diskutiert. Gerettet werden sollen nur die profitablen Bereiche des Unternehmens. Dazu gehört etwa die Cargo-Sparte, die im letzten Jahr einen Umsatz von 537 Millionen Euro gemacht hat, also 12,3 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe. Die italienische Unternehmer Alcide Leali, der vor fünf Jahren seine Air Dolomiti an die Lufthansa verkaufte, ist an dem Cargo-Geschäft interessiert. Seine eigene Cargo-Line Alis SpA wird ab September von Brescia aus starten - vor allem mit internationalen Zielen. Ein weiterer Interessent ist Miro Radici. Seine Cargo-Line „Miniliner“ startet von Bergamo aus. Radici besitzt außerdem Aktienanteile an den süditalienischen Flughäfen Crotone und Trapani. Einig sind sich beide, dass Alitalia-Cargo nur fortbestehen kann, wenn der Bereich völlig umstrukturiert wird. (rp)
Alitalia: Zukunft noch ungewiss
Die neue italienische Regierung hat noch keinen konkreten Plan für die Zukunft des maroden Staatsunternehmens