Paris. Man prüfe gemeinsam die Aussichten der Alitalia-Sanierung und vergleiche die Strategien, sagte Konzernchef Jean-Cyril Spinetta am Donnerstag in Paris. Bei Einigkeit werde man die Synergien einer Fusion ausloten. Erst danach wären Fusionsgespräche denkbar. Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi fragte nach „den wahren Absichten“ der Groupe Air France-KLM. „Will sie einen großen europäischen Luftfahrtkonzern schaffen, in dem Italien auch seinen Platz hat, oder sich einfach den großen und reichen italienischen Markt aneignen?“, fragte Prodi in einem Gespräch mit dem „Figaro“ (Donnerstag). An diesem Freitag trifft Prodi mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac in Lucca zusammen. In einem vom Angriff der Billigflieger geprägten Markt bekommt Air France weiter Schub von der Fusion mit der niederländischen KLM. Im ersten Geschäftshalbjahr 2006/07 (bis 30.9.) expandierte das Geschäft des umsatzstärksten Luftfahrtkonzerns der Welt um 10,3 Prozent auf 11,93 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis nahm um gut 30 Prozent auf 979 Millionen Euro zu.
Air France-KLM greifen nach Alitalia
Die Fluggesellschaft Air France-KLM führt mit dem schwer angeschlagenen Partner Alitalia Vorgespräche über eine Übernahme.