Die belgische Transportministerin Isabelle Durant hat sich vor der Presse zur Zukunft der Logistiktochter der belgischen Staatsbahn, ABX, geäußert. Sie scheint einem Verkauf der Gruppe nicht grundsätzlich abgeneigt zu sein. Die Frage einer möglichen Trennung von ABX müsse "objektiviert" werden, sagte sie. Jetzt gehe es zunächst darum, genau zu berechnen, "wieviel uns ABX wirklich gekostet hat". Die bisherigen Audits hätten hier noch nicht die gewünschte Klarheit gebracht, weil die Staatsbahn SNCB ihre Strategie in dem Bereich noch nicht hinreichend offen gelegt habe. Erst nach Beendigung der momentan laufenden Filialisierung der ABX-Gruppe werde darüber zu entscheiden sein, ob die dann zu schaffende Holding weiter bei der Bahn verbleiben solle oder nicht, sowie auch darüber, "in wie weit es Sinn macht, die französische und deutsche ABX-Filiale weiter zu finanzieren". ABX soll den belgischen Staat schon 1,2 Milliarden Mark gekostet haben. Durant bezweifelt, dass die Aktivitäten der Gruppe im Vergleich zu denen des Bahnfrachtbereichs wirklich komplementärer Natur sind, und sieht in deren Wachstumsstrategie keine "Kohärenz", sondern nur eine Aneinanderreihung von einzelnen Zukäufen. (vr/jb)
ABX steht vor dem Verkauf
Zuvor müssen Kostenrechnungen hergestellt werden