Kopenhagen. Der dänische Reederei- und Logistik-Konzern A.P. Moller-Maersk Group kann sein Engagement in der Luftfahrt weiter verringern. Die EU-Kartellbehörden gaben jetzt „grünes Licht“ für den Verkauf des 50-prozentigen Anteils an der niederländischen Luftverkehrsgesellschaft Martinair. Als Käufer kann damit – wie angestrebt – die niederländische KLM in Erscheinung treten, teilte der dänische Konzern am Mittwoch in Kopenhagen mit. Der Kauf wird zum 31.Dezember diesen Jahres wirksam. Über die Kaufsumme hüllt sich der Konzern in Schweigen.
Die Dänen hatten Martinair im August 2005 im Zusammenhang mit dem Kauf der niederländisch-britischen Reederei P & O Nedlloyd erworben. „Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, dass wir keine großes Interesse an einem längerfristigen Engagement in er Passagierluftfahrt haben und daher diesen Anteil verkaufen würden“, erklärte Bent Erik Carlsen, Executive Vice President bei A.P.Moller-Maersk gegenüber der VerkehrsRundschau. So habe sich der Konzern 2005 von Maersk Air getrennt. Derzeit beschränkt sich das Engagement im Luftverkehr auf die 1987 gegründete Firma Star Air, eine reine Nur-Frachtgesellschaft mit derzeit elf Maschinen vom Typ Boeing 767-200. Rund 170 Mitarbeiter sind in der Airline tätig. Sie ist für den US-Integrator UPS in der EU tätig. Star Air solle als Engagement erhalten werden, betonte Carlsen. Das Unternehmen erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von umgerechnet rund 100 Millionen US-Dollar.
Der AP Moller-Maersk-Konzern bemühte sich bereits seit Ende Juni 2007 um einen Verkauf an KLM. Doch die Kartellbehörde der EU-Kommission legte sich quer. Inzwischen konnten die Bedenken beseitigt werden. (eha)