Die 160.000 Arbeiter und Angestellten der Deutschen Post AG erhalten vom 1. Juni an 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Das teilten die Deutsche Post AG und die Gewerkschaft ver.di, die ursprünglich 6,5 Prozent Erhöhung gefordert hatte, am Dienstag im Anschluss an einen mehr als 20-stündigen Verhandlungsmarathon in Münster mit. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate, von Juni 2003 an erhöhen sich die Löhne und Gehälter um weitere 3,2 Prozent. Außerdem erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung für Mai 2002 in Höhe von 43 Euro. 80 000 der insgesamt 240 000 Postler seien Beamte, sie erhalten gemäß der Vereinbarung eine Einmalzahlung von 150 Euro von Mai bis Oktober. Erstmalig werde in diesem Jahr das Weihnachtsgeld in alten und neuen Bundesländern in gleicher Höhe auf Westniveau bezahlt, teilten die Tarifparteien weiter mit. "Der große Poststreik konnte verhindert werden", sagte ver.diVerhandlungsleiter Rolf Büttner. "Wir sind überzeugt, dass wir einen Tarifabschluss mit hervorragendem Ergebnis durchgesetzt haben." Dazu haben laut Büttner die Warnstreiks im Vorfeld der dritten und entscheidenden Tarifrunde erheblich beigetragen. Das Gesamtvolumen des Ergebnisses betrage im ersten Jahr 3,48 und im Folgejahr 3,33 Prozent. "Damit können wir gut leben", sagte Büttner. (vr/dpa)
3,5 mehr Lohn und Gehalt für 160.000 Postangestellte
Ab Juni 2003 gibt’s noch einmal 3,2 Prozent dazu