Trailer-Hersteller klagen: VECTO setzt falsche Anreize
Die CO2-Ziele der EU für Trailer könnten für Rückverlagerungen sorgen und die Fahrzeugpreise in die Höhe treiben. Acht Trailer-Hersteller klagen nun vor dem EuGH.
Mit der EU-Verordnung 2024/1610 geraten Trailer-Hersteller und Transportunternehmen unter Druck: Erstmals gelten verbindliche CO₂-Flottenziele auch für gezogene Einheiten – obwohl diese selbst keine Emissionen verursachen. Grundlage ist die Simulationssoftware VECTO-Trailer, die aerodynamische Maßnahmen, Leichtbau und Reifen bewertet, reale Transportpraxis jedoch weitgehend ausblendet. Acht namhafte Hersteller wie Schmitz Cargobull, Krone und System Trailers warnen vor Fehlanreizen, steigenden Fahrzeugpreisen und einer Rückverlagerung von Verkehren auf die Straße. Multifunktionale und intermodale Trailer würden benachteiligt, obwohl sie Leerfahrten vermeiden und Emissionen senken. Die Industrie rechnet mit Strafzahlungen in Millionenhöhe, massiven Preissteigerungen und Risiken für tausende Arbeitsplätze – und zieht deshalb vor den Europäischen Gerichtshof.