Projekt SWINg

Über (bestehende) Software sendet der Schiffer oder das Binnenschifffahrtsunternehmen die Daten an die Meldeplattform

©De Vlaamse Waterweg nv

Schiffs-Befahrung von Flandern und der Westerschelde ab 2021 einfacher

Geplant ist eine Plattform, die das Meldeverfahren für die Binnenschifffahrt mit einer einzigen einheitlichen Meldung vereinfachen soll.

Hasselt (Belgien). Die flämische Wasserstraßennetz AG, die Häfen Port of Antwerp, Port of Ostend, Port of Zeebrugge und North Sea Port sowie die Agentur für maritime Dienstleistungen und die Küste und das Common Nautical Management (CNM) arbeiten gemeinsam am Aufbau einer Meldeplattform namens SWINg für das Jahr 2021. SWINg, was für Single-Window-for-Inland-Navigation steht, ist eine Online-Meldeplattform für die Binnenschifffahrt, die das Meldeverfahren für die Binnenschifffahrt in Flandern und der Westerschelde mit einer einzigen einheitlichen Meldung vereinfachen soll. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Behörde der flämischen Regierung „De Vlaamse Waterweg nv“ hervor, die die Wasserstraßen in Flandern verwaltet. Ab nächstem Jahr sollen demnach Schiffer und Binnenschifffahrtsunternehmen innerhalb Flanderns und auf der Westerschelde ihre Reise-, Fracht- und Schiffsdaten nur noch ein einziges Mal melden müssen, und das digital.

Weniger administrativer Aufwand

Über (bestehende) Software sendet der Schiffer oder das Binnenschifffahrtsunternehmen die Daten an die Meldeplattform, die diese automatisch an die Schifffahrts- und Hafenbehörden auf der Route des Schiffes weiterleitet. Die Meldeplattform und die eigenen digitalen Anwendungen der Behörden sind aufeinander abgestimmt. Daher muss der Meldepflichtige die Daten nur noch einmal digital senden. Der Datenaustausch erfolgt gemäß der DSGVO.

Sicherere und effizientere Binnenschifffahrt

SWINg soll nicht nur die Administration erleichtern, sondern die Binnenschifffahrt zudem sicherer und effizienter machen. Weniger häufiges Melden bedeutet weniger Ablenkung für den Schiffer, und das Unfallrisiko sinkt, weil dieser nicht mehr an Land gehen muss. Darüber hinaus können die Schifffahrts- und Hafenbehörden Risiken von Zwischenfällen besser einschätzen und schneller reagieren, sollte es doch zu einem Zwischenfall kommen. Sie wissen nämlich bereits vorab, welche Art von Schiff und Ladung sich im Hafen oder auf der Wasserstraße befindet. Dank der Meldeplattform soll auch die Planung der Routen der Schiffe verbessert werden. Die Planung von Brücken und Schleusen werde zudem optimiert.

Keine neue Meldesoftware erforderlich

Die bestehenden Melde-Softwarepakete werden der Behörde zufolge von den Software-Anbietern mit der neuen Meldeplattform SWINg kompatibel gemacht. Alle Schiffer, die bereits digitale Meldung nutzen, werden keine neue Software an Bord installieren müssen. Schiffern, die noch keine Software verwenden, wird angesichts der baldigen verpflichtenden Einführung der digitalen Meldung empfohlen, passende Software zu kaufen. Die digitale Meldung soll ab 1. Januar 2021 für Schiffe, die Gefahrgut befördern, verpflichtend sein. Kurz danach soll diese Vorschrift auch verbindlich für andere Schiffe gelten. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BINNENSCHIFFFAHRT & MULTIMODALE TRANSPORTE.

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