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SBB Cargo stellt sich auf anhaltende Flaute ein

Die Schweizer Güterbahn rechnet nicht mit einer schnellen Erholung der Märkte / SBB will sich noch 2009 zu Partner entscheiden

München. Die Schweizer Güterbahn SBB Cargo rechnet nicht mit einer schnellen Erholung der Märkte. „Die Krise hat uns getroffen“, bestätigte Nicolas Perrin, Vorstandsvorsitzender der SBB Cargo, heute auf der Messe Transport Logistic in München. „Im November sind innerhalb von einer Woche die Transitverkehre zusammengebrochen.“ Derzeit habe sich die Situation stabilisiert. „Ich erwarte jedoch 2009 keine Erholung und auch für 2010 noch nicht den großen Aufschwung“, blieb Perrin skeptisch. Das Tochterunternehmen des Schweizerischen Bahnen (SBB) befindet sich bereits seit 2007 auf Sanierungskurs. „Wir haben 2008 den Turnaround geschafft“, sagte Perrin. Ohne Wirtschaftkrise hätte SBB Cargo 2008 ein positives Ergebnis eingefahren. So bleib ein Verlust von knapp 30 Millionen Schweizer Franken (19,9 Millionen Euro) – nach einem Minus in Höhe von 190 Millionen Franken im Vorjahr. Die Suche nach einem Partner will SBB Cargo noch in diesem Jahr eine Entscheidung fällen. „Wir wollen eine langfriste, strategische Partnerschaft“, betonte Perrin. Verhandelt werde parallel mit der Deutschen Bahn und der französischen SNCF über eine Übernahme von 49 Prozent der Anteile der Schweizer. „Zudem arbeiten wir an einem Standalone-Case.“ Hierfür werde mit fünf kleineren Partnern über Kooperationen verhandelt. „Diese Krise ist ein Prüfstein für die potenzielle Partnerschaft“, analysierte Perrin. Wer jetzt sein Angebot zurückziehe, wäre sowieso der falsche Partner gewesen. (sb)
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