Tunnelbaustelle Rastatt

Wer hat Schuld an der Havarie in Rastatt? Die Bahn will das in Gesprächen klären

©Uli Deck/dpa/picture-alliance

Rheintalbahn: Schadensursache soll durch Schlichtung geklärt werden

Die Deutsche Bahn will sich nach der Tunnelpanne in Rastatt mit der zuständigen Baufirma in Gesprächen über die Unfallursache einigen. Langwierige Gerichtsprozesse sollen vermieden werden.

Rastatt. Nach der Sperrung der Rheintalstrecke wegen des Tunneleinbruchs zwischen Rastatt und Baden-Baden will die Bahn sich über Schlichtungsgespräche mit der zuständigen Baufirma verständigen. Damit sollen langwierige Gerichtsprozesse zur Klärung der Havarie-Ursache vermieden werden, wie die Bahn am Freitag mitteilte.

„Ein gemeinsames Team aus technischen und juristischen Gutachtern soll innerhalb der kommenden sechs Monate zu einem Ergebnis kommen und einen Schlichtungsvorschlag unterbreiten“, heißt es. Komme es zu keiner Einigung, werde ein Verfahren vor einem Schiedsgericht angestrebt.

Am 12. August hatte sich ein Betonsegment in der Tunnelröhre verschoben, die nur knapp fünf Meter unter den Gleisen der Rheintalbahn durchführt. Wasser und Erdreich drangen ein, die Gleise darüber senkten sich ab. Seitdem ist der Schienenverkehr unterbrochen. Reisende müssen in Busse umsteigen. Der Güterverkehr wurde teilweise auf die Straße verlegt; die wirtschaftlichen Schäden sind beträchtlich.

Ab 2. Oktober soll die wichtige Nord-Süd-Trasse wieder für den Zugverkehr zur Verfügung stehen. Ab 4. Oktober fahren auch die Stadtbahnen wieder, wie es weiter hieß. (dpa)

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