Rewe Group will Klima und Umwelt schützen

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Rewe Group veröffentlicht erstmals Klimabilanz – auch Logistik in der Pflicht

Rewe-Logistik muss ihren Beitrag bei CO2-Reduktion leisten / Zehn neue Lager bis 2011

Köln. Die Rewe Group hat am Freitag ihre erste Klimabilanz vorgelegt und sich nach eigenen Angaben das ambitionierteste Reduktionsziel im europäischen Lebensmittelhandel gesetzt: Bis 2015 will die Rewe Group ihren jährlichen CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Tonnen um 30 Prozent senken. Im Vergleich zum Referenzjahr 2006 sollen sich damit die CO2-Emissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche von 320 auf 224 Kilogramm verringern. „Gemeinsam mit dem Öko-Institut und dem österreichischen Umweltbundesamt haben wir Hunderttausende von Datensätzen erhoben und ausgewertet“, sagte Manfred Esser, Vorstand Strategischer Einkauf der Rewe Group, in der Kölner Zentrale anlässlich der Veröffentlichung der Klimabilanz. Die Klimabilanz dokumentiere exakt, „was wir wann und wie erreichen wollen". In Rewes Klimabilanz fließt nur jener Teil der Wertschöpfungskette mit ein, den der Konzern unmittelbar beeinflussen kann. Das heißt, Herstellung und Transport bei den Lieferanten werden ebenso wenig berücksichtigt wie die Nutzung durch die Kunden. Logistik muss Beitrag leisten Der größte Teil (61 Prozent) der Treibhausgas-Emissionen der Rewe Group ist auf den Faktor „Strom“ zurückzuführen (Referenzjahr 2006). Acht Prozent der Treibhausgas-Emissionen entfallen auf die Logistik. Hier will Rewe die Transportwege erheblich verkürzen: Das Lagernetz soll bis 2011 um zehn neue Standorte erweitert werden, um CO2-Ausstoß und Transportkosten zu senken. EDV-Systeme stellen laut dem Konzern sicher, dass die Rewe-LKW bereits zu mehr als 90 Prozent ausgelastet sind. Schulungen der Fahrer und die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene trügen ebenfalls dazu bei, den Emissions-Ausstoß zu verringern. Außerdem hat Rewe, nach eigenen Angaben größter Nutzer von „Grünstrom“ in Deutschland, an vier Lagerstandorten über 36.000 Quadratmeter Photovoltaikanlagen installiert, deren Strommenge rechnerisch ausreiche, um über 1000 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Bis Ende 2010 will der Konzern die Solarkapazitäten nochmals um 50.000 Quadratmeter erweitern. Die Klimabilanz der Rewe Group steht unter www.rewe-group.com im Bereich „Ernährung & Verantwortung“ als Download zur Verfügung. (pi)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special REWE LOGISTIK.

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