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Lkw-Kartellprozess: Gutachter sollen Schadenshöhe klären

Die Lkw-Hersteller MAN, Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault hatten sich im Jahr 2016 verbotenerweise zu Verkaufspreisen abgesprochen 
© Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa / picture alliance

Dabei geht es um Forderungen der klagenden Bundesländer und der Bahn in Höhe von insgesamt fast 450 Millionen Euro. Betroffen sind MAN, Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault.


Datum:
30.09.2021
Autor:
Stephanie Noll
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München. In den Münchner Lkw-Kartellprozessen müssen Gutachter klären, ob die Forderungen der klagenden Bundesländer und der Deutschen Bahn in Höhe von insgesamt fast 450 Millionen Euro gegen die Lastwagenhersteller berechtigt sind. Das Landgericht München I verkündete am Donnerstag die zwei neuen Beweisbeschlüsse.

In München sind über 100 Zivilklagen gegen MAN, Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault anhängig, dabei geht es um die Verkaufspreise von 250.000 Lastwagen. Die EU-Kommission hatte den Unternehmen 2016 wegen verbotener Absprachen fast vier Milliarden Euro Bußgeld auferlegt, aber offen gelassen, ob die Käufer durch überhöhte Preise geschädigt wurden. Am Donnerstag ging es um eine Klage der Deutschen Bahn, die 395 Millionen Euro von den Lkw-Herstellern fordert, und eine weitere von 13 Bundesländern in Höhe von 49 Millionen Euro.

In beiden Verfahren wurden dieselben zwei Gutachter beauftragt, auf diese kommt nun viel Arbeit zu. So geht es bei der DB-Klage um die Frage, ob die Preise von 39.000 Lkw in 18 Ländern über den langen Zeitraum von 1997 bis 2019 zu hoch waren oder nicht. Die etwas weniger umfangreiche Klage der 13 Länder betrifft die Preise von 4000 Lastwagen. (dpa/sn)

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