Rail Cargo Group, Güterzug

Die Güterzüge der ÖBB Rail Cargo Group sind zwar derzeit besonders pünktlich, aber deutlich schlechter ausgelastet

©David Payr/ÖBB

ÖBB Rail Cargo Group in der Corona-Krise besonders pünktlich

Die Güterverkehrssparte der Österreichischen Bundesbahnen profitiert vom Rückgang des Personenverkehrs, hadert aber mit einem Einbruch der Hinterlandverkehre in Südosteuropa um 50 Prozent.

Wien. Durch das geringere Gesamtverkehrsaufkommen in der Corona-Krise ist der Güterverkehr mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auffallend pünktlich unterwegs. Das teilte jedenfalls die ÖBB Rail Cargo Group mit. Durch den starken Rückgang der Personenbeförderung hätten Güterzüge derzeit freie Fahrt, sagte ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder zur Verkehrs-Rundschau. Alle Verbindungen, auch die grenzüberschreitenden, der Schienengütersparte seien derzeit planmäßig unterwegs.

Hinterlandverkehre sind um 50 Prozent eingebrochen

Die Güterverkehrssparte der ÖBB steht angesichts der aktuellen Situation allerdings vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Ausgelöst durch die Situation in China, kommen seit mehreren Wochen keine – oder nur sehr vereinzelte – Schiffslieferungen an den für den ÖBB Güterverkehr wichtigen Häfen Triest, Rijeka und Piräus an. Von dort übernimmt die ÖBB Rail Cargo Group normalerweise den Weitertransport in die europäischen Industrie- und Wirtschaftsregionen. Diese Hinterlandverkehre seien in den vergangenen Wochen um mehr als 50 Prozent eingebrochen, teilte das Unternehmen mit. Ebenso haben große und relevante Industriekunden ihre Produktionsstandorte und Werke geschlossen, wodurch insbesondere im Rohstoffverkehr und im Bereich Automotive Gütertransporte mit der Bahn storniert wurden. (ms/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Corona Epidemien & Seuchen – Transport und Logistik, Rail Cargo Group


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