Verkäufe von E-Lkw und E-Bussen steigen 2025 um 86 Prozent

20.08.2026 10:15 Uhr | Lesezeit: 3 min
roter E-Lkw wird an der Ladesäule geladen
Der weltweite Absatz von E-Lkw und E-Bussen stieg 2025 um 86 Prozent auf rund 500.000 Fahrzeuge (Symbolbild)
© Foto: Pete/ AdobeStock (KI-generierte)

Der weltweite Markt für elektrische Nutzfahrzeuge hat 2025 deutlich zugelegt. Laut einer Analyse stiegen die Verkäufe von E-Lkw und E-Bussen um 86 Prozent auf rund 500.000 Fahrzeuge. Wachstumstreiber bleibt vor allem China, während in Europa insbesondere Elektrobusse gefragt sind.

Weltweit wurden 2025 rund 500.000 mittelschwere und schwere Elektro-Nutzfahrzeuge verkauft. Das geht aus einer Analyse des International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorab vorlag. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 86 Prozent.

China dominiert den Markt für Elektro-Lkw

Der chinesische Markt war erneut der wichtigste Wachstumstreiber. Nach Angaben des ICCT entfielen knapp 90 Prozent der weltweiten Verkäufe von E-Lkw und E-Bussen auf China.

Besonders stark entwickelte sich dort das Segment der mittelschweren und schweren Elektro-Lkw. Innerhalb von zwei Jahren haben sich die Verkäufe in diesem Bereich laut Studie mehr als verfünffacht, teilt die dpa mit: Fast 30 Prozent aller 2025 in China verkauften schweren Lastwagen waren vollelektrisch. Als Gründe nennt das ICCT sinkende Batteriekosten und staatliche Fördermaßnahmen.

Lesen Sie hier: Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström erwartet, dass chinesische Hersteller künftig verstärkt E-Lkw nach Europa bringen. 

Nachfrage nach E-Bussen legt in Europa zu

Auch in anderen wichtigen Märkten stieg die Nachfrage nach elektrischen Nutzfahrzeugen. Die Europäische Union, Indien, Brasilien und Großbritannien verzeichneten zweistellige Wachstumsraten.

Vor allem der Ausbau elektrischer Busflotten sorgte für steigende Verkaufszahlen. Weltweit machten Elektrobusse 17 Prozent aller Busverkäufe aus. Außerhalb Chinas und der USA entfiel mehr als die Hälfte der Verkäufe emissionsfreier mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge auf E-Busse.

Mit rund 9.800 verkauften Fahrzeugen lag die Europäische Union beim Absatz von Elektrobussen vor Indien. Dort wurden laut ICCT etwa 5.000 Fahrzeuge verkauft.

Daimler Truck sieht Probleme beim Laden

Trotz der positiven Entwicklung sieht Daimler Truck weiterhin Hürden für die Elektrifizierung im Straßengüterverkehr: „Das größte Problem bleibt die Infrastruktur und das Laden“, sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström der dpa.

Viele Unternehmen seien trotz Umstiegsplänen unsicher, ob entlang ihrer Routen ausreichend Ladepunkte zur Verfügung stehen werden, erklärt sie.

Kostenparität bleibt eine Herausforderung

Als weiteren Hemmschuh nennt Rådström die Wirtschaftlichkeit von Elektro-Lkw. Entscheidend sei, die Kosten im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu senken. „Diesel ist vergleichsweise keine teure Energiequelle“, erklärte Rådström.

Viele ihrer Kunden arbeiteten mit geringen Margen. „Sie können sich keine teuren Experimente leisten“, sagte die Managerin. Deshalb sei der Dieselantrieb in vielen Fällen weiterhin die wirtschaftlichere Lösung.

Lesen Sie auch: Die EU stellt neue Mittel für Ladeinfrastruktur, Digitalisierung und Grenzverkehr bereit. E‑Lkw stehen dabei besonders im Fokus.


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