Containerschiff, Hafen Le Havre

Der neue Liniendienst der iranischen Reederei HDASCO startet immer am Dienstag im nordfranzösischen Seehafen Haropa-Port

©Picture Alliance/Godong/Catherine Leblanc

Neuer Liniendienst von Le Havre in den Iran und Irak

Die staatliche iranische Reederei HDASCO verkehrt seit Februar von dem nordfranzösischen Seehafen Haropa-Port aus einmal pro Woche nach Vorderasien.

Paris. Durch die Aufhebung der UN- und EU-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ist der Weg frei geworden für neue Transportverbindungen mit dem Land in Vorderasien. Davon profitiert jetzt die staatliche iranische Reederei Hafez Darya Arya Shipping Company (HDASCO), die in Frankreich von der Firma Worms Services Maritimes vertreten wird.

Seit Februar bietet sie einen Linienverkehr zwischen dem nordfranzösischen Seehafen Haropa-Port du Havre und den iranischen Häfen Bandar Abbas, Asaluyeh, Bandar Iman, Khomeini, Busher et Khorramsharh sowie Um Qasr im Irak an. Ferner werden neben Malta auch die südostasiatischen Häfen Khor Fakkam, Jebel Ali, Xingang, Busan, Qingdao,Shanghai, Ningbo, Yantian und Port Kelang angelaufen.

Die Fahrt nach Bandar Abbas am Persischen Golf dauert 19 Tage. Start ist jeweils dienstags in Le Havre, von wo die Containerschiffe der iranischen Staatsreederei vor dem Embargo zwischen 2006 und 2009 regelmäßig einmal wöchentlich zu den heimischen Häfen in See stachen, wie die Hafengesellschaft in Le Havre zu dem neuen Liniendienst erklärt.

Jean-Marc Peltier, bei Worms für den maritimen Linienverkehr zuständig, unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung des Iran, eines Landes mit rund 80 Millionen Einwohnern. Ein besonders starkes Entwicklungspotenzial hätten dort die Wirtschaftsbereiche Chemie, Ernährung (Mehl, Milch u.a.), Kosmetik, Elektro-Haushaltsgeräte, moderner Einzelhandel sowie vor allem der Automobilsektor und die Öl- und Gas-Industrie. (jb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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