Mercedes-Benz_Sprinter

200.000 Sprinter, Vito und Viano müssen überholt werden

©Daimler

Mercedes Abgasskandal: Rückruf für 200.000 Sprinter, Vito und Viano

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte diesen Rückruf bereits im Herbst 2019 angeordnet.

Bremen. Aktuell läuft ein umfangreicher Rückruf für Diesel-Fahrzeuge von Daimler, die über eine unzulässige Abschalteinrichtung verfügen. 200.000 Mercedes-Fahrer bekommen zurzeit ein Schreiben, in dem sie aufgefordert werden, ihr Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen, damit es ein Software-Update bekommen kann. Bei Nichtbefolgen droht die Stilllegung des Wagens. Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte diesen Rückruf bereits im Herbst 2019 angeordnet.

Bei der in den Vans beanstandeten unzulässigen Abschalteinrichtung handelt es sich um die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung, die zuvor bereits ursächlich für den Rückruf zehntausender GLK Fahrzeuge war.

Bei allen von dieser Rückrufaktion betroffenen Fahrzeugen (Sprinter, Vito und Viano) handelt es sich um Euro 5 Diesel, die über den Motor OM 651 verfügen. Vom Modell Sprinter werden in Deutschland 100.000 Fahrzeuge zurückgerufen. Bei Vito und Viano sind hierzulande insgesamt 90.000 Fahrzeuge betroffen. Weltweit handelt es sich gar um eine halbe Million Fahrzeuge.

Käufer der betroffenen Fahrzeuge sollten jetzt ihren Anspruch auf Schadensersatz geltend machen, unabhängig davon, ob sie das Rückrufschreiben schon erhalten haben oder nicht. Die Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung steht dabei immer mehr im Zentrum positiver Schadensersatzurteile gegen die Daimler AG. (ste)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special DAIMLER LOGISTIK.

1000px 588px

Daimler Logistik


WEITERLESEN: