Lufthansa Cargo und Kühne+Nagel

Lufthansa Cargo und Kühne+Nagel verppfichteten sich für das Einsetzen von grünem Treibstoff für das Flugzeug

©Lufthansa Cargo

Lufthansa Cargo und Kühne+Nagel fördern CO2-neutralen Kraftstoff

Der Kraftstoff, von Atmosfair im niedersächsischen Emsland produziert, gilt als Schlüsseltechnologie für CO2-neutrales Fliegen.

Die beiden Unternehmen Kühne+Nagel und Lufthansa Cargo haben eine exklusive Partnerschaft zur Förderung und Nutzung von Power-to-Liquid-Flugkraftstoff vereinbart. Die Logistikdienstleister haben sich gemeinsam darauf verpflichtet, den weltweit ersten Produktionsstandort für synthetisches Rohöl in Werlte/Emsland in Deutschland durch den Kauf von umgerechnet 20 Tonnen, also 25.000 Liter, jährlich zu unterstützen. Der darauf basierende synthetische Kraftstoff gilt als Kraftstoff der Zukunft, der den CO2-Fußabdruck von Flugzeugtriebwerken in der Zukunft weiter reduzieren soll. Betrieben wird der Produktionsstandort in Werlte durch die NGO atmosfair aus Bonn.

Der Schlüsselkraftstoff für Fliegen in der Zukunft?

CO2-neutrale Kraftstoffe beziehungsweise Sustainable Aviation Fuels (SAF) sind eine wesentliche Säule auf dem Weg zum CO2-neutralen Fliegen. Diese Kraftstoffe können auf verschiedene Arten produziert werden. Bisher nutzen Lufthansa Cargo und Kühne+Nagel Sustainable Aviation Fuels biogenen Ursprungs, also synthetisches Kerosin, das beispielsweise auf gebrauchten Speiseölen basiert. Bei synthetischem Kerosin, das auch als Power-to-Liquid-Kraftstoff bekannt ist, entsteht das synthetische Rohöl hingegen aus regenerativ erzeugtem Strom, Wasser und CO2. Aufgrund dieses Verfahrens, gilt PTL basierter Flugkraftstoff als CO2-neutral. Die strombasierten Kraftstoffe befinden sich aktuell noch in der Entwicklung hin zu einer industriellen Herstellung, gelten aber schon heute als langfristige Alternative zu herkömmlichem Kerosin oder biogenem SAF, da sie theoretisch ohne Verfügbarkeitsgrenzen produziert werden sollen.

 Was ist Syncrude?

Atmosfair, eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation mit Sitz in Berlin, hat eine eigene Anlage zur Herstellung von so genanntem „syncrude“ gebaut. Syncrude ist die mittels Power-to-Liquid hergestellte Alternative zu fossilem Rohöl. Dieses Rohöl wird anschließend in der Raffinerie Heide nördlich von Hamburg zu fertigem Treibstoff Jet A1 für Flugzeuge veredelt, in das Gesamtvolumen der Raffinerie eingespeist und an den Flughafen Hamburg geliefert. Diese erste industrielle Anlage ist bislang einzigartig in Deutschland. Den Regelbetrieb plant atmosfair für das erste Quartal 2022. (ste)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LUFTFRACHT & AIRCARGO.

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