Wasserstoff-Tankstelle

Laut der Wasserstoffstrategie sollen 3,4 Milliarden Euro als Zuschüsse zur Errichtung einer Tank- und Ladeinfrastruktur fließen

©Ole Spata/dpa/picture-alliance

Logistikverbände begrüßen Wasserstoffstrategie

AMÖ, BGL, BIEK, DSLV und BGL bewerten die Pläne des Kabinetts insgesamt positiv. Sie fordern jetzt allerdings Tempo bei der Umsetzung und haben hohe Erwartungen beim Thema E-Mobilität.

Berlin / Bonn / Hattersheim / Frankfurt/Main. Die fünf großen Verbände der Transport- und Logistikwirtschaft begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, mit der Wasserstoffstrategie einen wichtigen Meilenstein für die Energiestruktur der Zukunft zu setzen. Das teilten die Bundesverbände Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Paket und Expresslogistik (BIEK), Spedition und Logistik (DSLV) und Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) am Freitag mit.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet, die Milliarden-Zuschüsse, rechtliche Erleichterungen und konkrete Produktionsziele vorsieht. Darin enthalten sind auch Fördersummen für den Bereich Transport und Logistik. So sollen 2,1 Milliarden beim Kauf elektrisch betriebener Fahrzeuge und 900 Millionen Euro beim Kauf von Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben zu Verfügung stehen. 3,4 Milliarden Euro sollen als Zuschüsse zur Errichtung einer Tank- und Ladeinfrastruktur fließen.

Verbände halten Marktführerschaft Deutschlands bei Wasserstoff für fraglich

Die Bereitschaft der Mitgliedsunternehmen, maßgeblich zum Erreichen der ambitionierten nationalen und europäischen Umweltziele beizutragen, erhalte durch den Beschluss eine zentrale Unterstützung, betonten die Verbände in dem gemeinsamen Schreiben. Sie fordern nun, dass die Strategie zügig in die Praxis umgesetzt werden müsse, damit die dringend benötigten Antriebstechnologien für die Verkehrsträger der Transport- und Logistikbranche verfügbar werden. Die Zielsetzung der Bundesregierung, Deutschland weltweit führend in der Wasserstofftechnologie zu machen, halten Interessenvertreter allerdings für ambitioniert. Denn in der Schweiz habe die grüne Wasserstofftechnologie bereits Fahrt aufgenommen.

Die Verbände stellten außerdem klar, dass sie beim Thema E-Mobilität viel von der Politik erwarten – sowohl beim Fortschritt hinsichtlich der notwendigen Fahrzeugtechnologien als auch bei der Entwicklung der erforderlichen Infrastruktur. (sn)

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSPOLITIK DEUTSCHLAND.

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