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FTS per AR-Brille steuern

IPH AR-Brille FTS
Steuerung über Gesten: Ein IPH-Mitarbeiter bewegt das Fahrerlose Transportfahrzeug mit einem virtuellen Joystick, der ihm über die AR-Brille eingeblendet wird
© Foto: Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH)

Wissenschaftler vom Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) haben eine Software entwickelt, mit der sich Fahrerlose Transportsysteme (FTS) per Augmented Reality-Technologie (AR) steuern lassen.


Datum:
02.10.2020
Autor:
Mareike Haus
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Hannover. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) bewegen sich in der Regel auf festen Routen und erledigen so vollautomatisch die immer gleichen Aufgaben in Lager- oder Produktionshallen. Um die Geräte bei Störungen auch ohne IT-Kenntnisse und ohne Eingriff in die Leitsteuerung steuern zu können, haben Wissenschaftler am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) im Forschungsprojekt MobiMMI ein neues System zur Mensch-Maschine-Interaktion auf Basis der Augmented Reality-Technologie (AR) entwickelt.

Wie das IPH meldet, funktioniere die Steuerung sehr einfach über eine AR-Brille: Der Logistikmitarbeiter könne über den eingeblendeten dreidimensionalen Joystick das Fahrzeug mit wenigen Handbewegungen beispielsweise um Hindernisse herum oder zu Stationen, die nicht einprogrammiert sind, steuern. Alternativ könne man auch die Sprachsteuerung aktivieren, einzelne FTS (Englisch: AGV) auswählen und ein Fahrtziel vorgeben, beispielsweise: „AGV 3, go to station 5.“

Die Sprachsteuerung eignet sich den Wissenschaftlern zufolge auch für außerplanmäßige Transportaufträge. Dank der Software, die in der Datenbrille steckt, gehe das mit dem MobiMMI-System auf Zuruf. „So, wie ich in der Fabrik dem Gabelstaplerfahrer zurufen würde: Kannst du mal eben diese Palette holen? So kann ich jetzt auch Fahrerlosen Fahrzeugen Aufträge erteilen“, sagt Florian Kreutzjans, der im Forschungsprojekt MobiMMI für die Entwicklung verantwortlich war und den Demonstrator im IPH vorstellt.

Zu kaufen gibt es das System derzeit noch nicht, dafür fehlt den Wissenschaftlern noch ein Industriepartner, der es gemeinsam mit ihnen zur Marktreife entwickelt. Allerdings kann man den Demonstrator, der im Forschungsprojekt entstanden ist, im IPH ausprobieren.

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