Automatische Verladung bei Merkel-Wetzel

16.05.2012 15:37 Uhr
Automatische Verladeanlage
Die Automatik belädt den LKW in unter drei Minuten
© Foto: Huettemann

Trailer wird in unter drei Minuten be- oder entladen / nur noch ein Systemtrailer statt drei bis fünf Auflieger nötig

Duisburg/Kuppenheim. Die zur Huettemann Gruppe gehörende Merkel-Wetzel Logistik hat kürzlich eine automatische Verladeanlage in Betrieb genommen. Jetzt kann der Logistikdienstleister LKW in weniger als drei Minuten komplett be- oder entladen.

Ein Spezialgebiet von Merkel-Wetzel ist die Karton- und Papierlogistik. Neben der Versorgung der Produktonsbänder, der Lagerhaltung und der Distributionslogistik zählen dazu auch Shuttle-Verkehre zwischen den Werken der Kunden und den eigenen Lagerhäusern.

Bisher stellte Merkel-Wetzel dafür an den Verladerampen im Werk drei bis fünf Trailer bereit, die direkt vom Produktionsband beladen wurden. Die beladenen Trailer transportierte der Dienstleister zum Lager und die leeren Trailer wieder zum Werk. „Genau für solche Transporte nutzen wir jetzt die automatische Verladeanlage“, sagt Geschäftsführer Hermann Merkel.

Und so funktioniert die Lade-Automatik

Im Werk und im Lager befindet sich je eine Förderanlage mit kettenbetriebenen Lamellen, die jeweils der Größe einer LKW-Ladung entspricht. Hallenmitarbeiter können auf diese Einheit sämtliche Paletten bereitstellen, ohne dass ein Auflieger vorhanden sein muss. Die Konturkontrolle prüft automatisch, ob die bereitstehende Ladung tatsächlich auf den LKW passt. Fährt dieser rückwärts an das Tor, sichert ein Positionierungsrahmen die exakte Ausrichtung des Trailers.

Im Auflieger ist ein identisches Lamellensystem installiert. Nähert er sich dem Rampentor, öffnen sich automatisch die Rolltore an der Rampe und am Auflieger. Der Fahrer muss eine Kabelverbindung zwischen Auflieger und Halle herstellen und kann dann am Bedienpult der Förderanlage die Be- oder Entladung starten. Auf Knopfdruck schiebt sich innerhalb von zwei bis drei Minuten die komplette Ladung in den LKW hinein oder aus ihm heraus. Zwanzigmal am Tag werden so jeweils zirka 23 Tonnen Karton vom Werk in das Außenlager transportiert.

Nur noch ein Auflieger nötig

„Bisher mussten unsere Fahrer im Schichtbetrieb 40-mal täglich die Auflieger hinter der Zugmaschine tauschen“, erklärt Merkel. „Das entfällt jetzt komplett, weil nur noch ein Systemauflieger gebraucht wird. Zudem müssen unsere Mitarbeiter nicht mehr mit Gabelstaplern in die Auflieger hineinfahren. Das mindert die Unfallgefahr und spart viele Bewegungen an der Rampe.“ Auch Rempler an der LKW-Aufliegerwand, wie sie bei der Staplerverladung vorkamen, bleiben aus.  (sv)

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