Gleise, Schienen

Ein Gutachten bestätigt: Sechs deutsche, momentan stillgelegte Bahnstrecken haben das Potenzial für eine Reaktivierung

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Gutachten: Sechs Bahnstrecken haben Potenzial für Reaktivierung

Für das Gutachten wurden 22 Bahnstrecken unter die Lupe genommen, die in den vergangenen Jahrzehnten stillgelegt worden sind.

Chemnitz. Sechs Bahnstrecken in Sachsen kommen laut einem Gutachten im Auftrag der Landesregierung für eine Reaktivierung in Frage. Die Strecken sollten jetzt weiter «intensiv und detailliert auf eine Aktivierungsmöglichkeit hin» untersucht werden, teilte das Verkehrsministerium am Dienstag mit.

Darunter sind die Bahnlinien Döbeln nach Nossen, Marienberg in Richtung Pockau-Lengefeld, Beucha nach Brandis, Brandis nach Trebsen sowie Löbau nach Ebersbach. Als sechste Strecke mit Potenzial wird Kamenz nach Hosena im Gutachten genannt, dieser mögliche Ausbau wird laut Mitteilung bereits im Zusammenhang mit dem Strukturwandel der Kohleregionen bearbeitet.

Die Untersuchungen dieser Strecken würden nun unter anderem mittels weiterer Potenzialanalysen vertieft, um Voraussetzungen für mögliche Förderungen des Bundes zu schaffen, so das Ministerium. Demnach beschäftigt es sich bereits mit der Vorbereitung entsprechender Ausschreibungen.

Für das Gutachten wurden 22 Bahnstrecken unter die Lupe genommen, die in den vergangenen Jahrzehnten stillgelegt worden sind. Sie wurden unter anderem in Hinblick auf den Reaktivierungsaufwand, die zu erwartenden Betriebskosten sowie die erwartbare Nachfrage untersucht.

Auf Basis der Ergebnisse verständigten sich Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) sowie die verkehrspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen darauf, sechs Strecken weiter zu untersuchen. Im Doppelhaushalt 2021/22 stehen laut Mitteilung 13 Millionen Euro für Aktivierungsmaßnahmen an Bahnstrecken zur Verfügung. (ste/dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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