Containerschiff, Sajir

Internationale Handelskonflikte wirken sich negativ auf die internationale Frachtschifffahrt aus (Symbolfoto)

©Axel Heimken/dpa/picture-alliance

Frachtschifffahrt leidet unter Handelskonflikten und dem Brexit

Laut der UN-Organisation für Handel und Entwicklung setzen Internationale Handelskonflikte der internationalen Frachtschifffahrt zu.

Genf. Der Handelskrieg zwischen China und den USA sowie Unsicherheiten wegen des bevorstehenden EU-Austritts Großbritanniens hinterlassen Spuren in der internationalen Frachtschifffahrt. Das Volumen der transportierten Waren sei im vergangenen Jahr nur um 2,7 Prozent gewachsen, berichtete die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (Unctad), am Mittwoch, 30. Oktober, in Genf. Das liege unter dem historischen Mittel von rund drei Prozent und deutlich hinter dem Wert von 2017 (4,1 Prozent). Insgesamt wurden nach Angaben der Unctad elf Milliarden Tonnen Waren per Schiffsfracht transportiert.

Der Gegenwind bleibe: neben geopolitischen Spannungen gehörten dazu der wirtschaftliche Abschwung in vielen Ländern und schärfere Umweltauflagen ab 1. Januar 2020. Dann wird der zulässige Grenzwert für Schwefel im Treibstoff von 3,5 auf 0,5 Prozent gesenkt. Reeder müssen entweder von Schweröl auf Schiffsdiesel wechseln, Reinigungsanlagen einbauen oder das Schiff auf verflüssigtes Erdgas LNG als Treibstoff umrüsten.

Die Unctad warnt bei der Frachtanbindung vor einer wachsenden Schere zwischen armen und reichen Ländern. Es sei ein Teufelskreis: In Verbindungen zu kleineren Inselstaaten, die wenig handelten, werde kaum investiert, und weil dadurch wenig Verbindungen bestünden, sei der Handel für diese Länder teuer. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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