Die staatliche slowenische Eisenbahngesellschaft Slovenske Zeleznice will im südosteuropäischen Güterverkehrsmarkt zulegen

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EPH-Gruppe steigt bei slowenischer Staatsbahn ein

Durch eine Kapitalaufstockung könnte die Cargo-Tochter SZ-Tovorni Promet zu einer ernsthaften Konkurrenz für die ÖBB-Gesellschaft Rail Cargo Austria werden.

Ljubljana. Die Güterverkehrssparte der staatlichen slowenischen Eisenbahngesellschaft steht vor einem Investitionsschub. Wie die „Austria Presse Agentur“ (APA) berichtet, will die EPH-Gruppe des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky in die Cargo-Tochter der slowenischen Staatsbahnen einsteigen. Der Aufsichtsrat der Slovenske Zeleznice (SZ) habe vorige Woche grünes Licht für den Einstieg des strategischen Partners gegeben. Der Deal müsse noch von der Staatsholding SDH, die das slowenische Staatsvermögen verwaltet, genehmigt werden.

Die EPH strebt dem Medienbericht zufolge eine Kapitalaufstockung an. Die Höhe der tschechischen Investition ist nicht bekannt, inoffiziell soll sie zwischen 60 und 100 Millionen Euro liegen, berichtete die slowenische Tageszeitung „Dnevnik“ am Freitag. Mit der Kapitalaufstockung wird die Cargo-Tochter SZ-Tovorni Promet in ein neues Unternehmen umgewandelt, an dem die EPH 49 Prozent und die slowenischen Staatsbahnen 51 Prozent halten werden.

Mögliche Konkurrenz für Rail Cargo Austria

Solcherart ausgestattet möchten die slowenischen Staatsbahnen zu einem führenden Logistikunternehmen in Südosteuropa aufsteigen. Zu dieser Region zählen sie Slowenien, Österreich, Norditalien, Kroatien, Ungarn, Bulgarien, Serbien und den Rest des Balkans. Das bedeutet, wie auch die Wirtschaftszeitung „Finance“ berichtete, dass das neue slowenisch-tschechische Unternehmen zu einer ernsthaften Konkurrenz für die ÖBB-Transporttochter Rail Cargo Austria werden könnte. (ms/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Südosteuropa und Balkan, Österreich


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