ECS-Chef Bertrand Schmoll

ECS-Chef Bertrand Schmoll hat für 2015 den lateinamerikanischen Markt ins Auge gefasst

©VR/Heiner Siegmund

ECS legt Rekordzahlen vor

Der französische Luftfracht-Vertriebsagent European Cargo Service hat 2014 erstmals die Umsatzschwelle von einer Milliarde US-Dollar geknackt.

Paris. Der in Frankreich beheimatete Luftfracht-Vertriebsagent European Cargo Service (ECS) hat im abgelaufenen Jahr erstmals in seiner mehr als zwanzigjährigen Geschichte die Umsatzschwelle von einer Milliarde US-Dollar überschritten. Im Jahr zuvor lagen die Erlöse noch bei 920 Millionen Dollar. Zugleich stieg das von der ECS akquirierte Luftfrachtkontingent 2014 deutlich an – auf insgesamt 700.000 Tonnen, nach 585.000 Tonnen in 2013. Auch erhöhte sich die Anzahl der Mandanten-Airlines, für deren Luftfrachtgeschäft der General Sales and Service Agent (GSA) verantwortlich ist. Über die Höhe des Nettogewinns macht das Unternehmen keine konkreten Angaben.

In einer exklusiven Stellungnahme bewertete ECS-Chef Bertrand Schmoll die Geschäftsentwicklung seines Unternehmens im vergangenen Jahr als „überaus positiv“. Dies vor allem deshalb, „weil es auf einigen Teilmärkten in der Luftfracht kaum Wachstum gegeben hat und die Konkurrenz zwischen den Frachtfluglinien so brutal gewesen ist, dass die Raten auf vielen Relationen weiter gefallen sind“.

An neuen Partnergesellschaften konnte der GSA im abgelaufenen Jahr Air Asia India, Royal Air Maroc in den Märkten Frankreich, Großbritannien und Belgien sowie das Frachtgeschäft von Philippine Airlines auf Routen zwischen der Westküste der USA und den Philippinen gewinnen. Ein weiteres Plus sei gewesen, so Schmoll, dass es zu einer Ausweitung bestehender Verträge gekommen sei, etwa mit DHL Aviation und Qatar Airways Cargo, für die die ECS jetzt auf zusätzlichen Teilmärkten tätig ist.

Wesentlich für den Geschäftserfolg in 2014 sei auch die Ausweitung des eigenen Netzwerks gewesen, betonte der Manager. So sei die Anzahl der eigenen Stationen etwa auf dem Kernmarkt Indien von vormals drei auf inzwischen dreizehn angestiegen. „Dort sind wir mit eigenem Personal mittlerweile auf den wichtigsten Flughäfen präsent“, sagte Schmoll. Ähnlich war die Entwicklung in Skandinavien, wo ein schwedischer Vertriebsagent übernommen und in das ECS-Netzwerk integriert wurde.

Was 2015 angeht, will der GSA seine Aktivitäten speziell in Lateinamerika deutlich verstärken, kündigte Schmoll an. „Auf den dortigen Markt werden wir unser spezielles Augenmerk werfen“, bestätigte er gegenüber der VerkehrsRundschau.

In Deutschland gehören die beiden Mörfeldener Firmen Globe Air Cargo GmbH und Aero Cargo GmbH zum Portfolio des französischen Luftfracht-Vertriebsagenten.  (hs)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LUFTFRACHT & AIRCARGO.

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