Lkw-Fahrer macht Pause

Mitarbeiter des DGB informieren osteuropäische Lkw-Fahrer zum Thema "Faire Mobilität"

©Frank Rumpenhorst/dpa/picture-alliance

DGB kritisiert Arbeitsbedingungen osteuropäischer Fernfahrer

Nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes wissen viele Lkw-Fahrer aus Osteuropa nicht, was ihnen gesetzlich zusteht. Dafür leistet der DGB auch weiterhin Aufklärungsarbeit.

Neuenstein. Die Arbeitsbedingungen vieler Fernfahrer aus Osteuropa sind aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) katastrophal. „Viele Fahrer wissen nicht, was ihnen gesetzlich zusteht”, sagte Michael Wahl, der für das DGB-Projekt „Faire Mobilität” Beratungen für ausländische Trucker koordiniert. Um sie zu erreichen, sind Mitarbeiter auf Raststätten in ganz Deutschland unterwegs, zuletzt etwa bei Neuenstein bei Heilbronn. 

Was sie dort sehen und hören, ähnelt sich: Die Fahrer sind den Berichten zufolge oft monatelang von ihren Familien getrennt, verbringen ihre Ruhezeiten in den wenige Quadratmeter großen Kabinen und bereiten ihre Mahlzeiten auf Gaskochern auf den Parkplätzen zu, weil ihnen das Essen in den Raststätten zu teuer ist. Dazu kommt laut Wahl: Die Verdienstunterschiede zwischen osteuropäischen und deutschen Fahrern sind enorm. Der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 9,19 Euro werde oft mit Tricks umgangen. Als Grundlohn erhielten viele Fahrer gerade einmal 400 bis 600 Euro im Monat.

Seit Mitte 2017 hat der DGB etwa 50 bis 60 Aktionen auf deutschen Rasthöfen gestartet und dabei rund 3000 Fahrer angesprochen. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-FAHRER & BERUFSKRAFTFAHRER.

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