Andreas Scheuer

Andreas Scheuer sprach am Dienstag im Deutschlandfunk über die Herausforderung der Logistik in Zeiten von Corona

©Marco Urban/VerkehrsRundschau

Deutschlandfunk: Scheuer spricht über Grenzstaus und Fahrermangel

Der Bundesverkehrsminister fordert im grenzüberschreitenden Warenverkehr mehr europäische Abstimmung und schnellere Beschlüsse. Ein Netzwerk-Tool soll zudem dafür sorgen, Engpässe beim Fahrpersonal in der Versorgungslogistik zu verhindern.

Berlin. Angesichts der Corona-Pandemie hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mehr europäische Zusammenarbeit beim grenzüberschreitenden Verkehr gefordert. Ziel sei ein reibungsloser Warenverkehr und die Sicherung der Grundversorgung, sagte der CSU-Politiker am Dienstag im „Deutschlandfunk“. Seit den neuen Grenzkontrollen und -schließungen sei das mitunter ein Problem, wie die Staus an der polnischen Grenze vergangene Woche gezeigt hätten. „Wir haben bei der EU-Verkehrsministerkonferenz nicht so bahnbrechende Beschlüsse gefasst. Da muss Europa an Tempo zulegen“, sagte der Minister.

Scheuer würdigte zudem die Leistung von Lkw-Fahrern während der Corona-Krise. „Ich weiß, dass die Brummifahrer brutal unter Druck sind.“ Praktische Fragen seien nun wichtig. So habe Scheuer mit Rasthof-Betreibern und den Bundesländern über eine ausreichende Versorgung mit Toiletten und Waschräumen an Autobahnen beraten.

Auf die Frage, ob es genügend Lkw-Fahrer gebe, die diese Strapazen auf sich nehmen, sagte Scheuer, dass der Fahrermangel kein neues Phänomen sei. Das Verkehrsministerium arbeite schon seit geraumer Zeit mit den Branchenverbänden an Lösungen. Darüber hinaus stelle man mit den Verbänden aktuell ein Netzwerk auf die Beine, über das zum Beispiel Fahrer aus der beinahe stillstehenden Automobillogistik in der Versorgungslogistik eingesetzt werden könnten. (dpa/ks)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SCHEUER, ANDREAS.

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Scheuer, Andreas, Corona Epidemien & Seuchen – Transport und Logistik, Stau, Streik und Unwetter


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