Binnenschiff, Hafen Duisburg

Rund ein Drittel der Binnenhäfen plant eine Erweiterung ihres Hafenareals

©Oliver Brandt/ImageBroker/picture-alliance

Binnenhäfen stoßen an Kapazitätsgrenzen

Viele Binnenhäfen kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Wenn mehr Güter über Wasserwege transportiert werden sollen, ist daher ein Ausbau der Infrastruktur nötig.

Köln. Die Politik will mehr Güterverkehr auf die Wasserstraßen verlagern. Doch viele Binnenhäfen stoßen bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen, wie eine am Freitag, 19. Februar, veröffentlichte Umfrage des Bundesamts für Güterverkehr unter 69 öffentlichen Binnenhäfen in Deutschland ergeben hat. Danach haben drei Viertel der Häfen zumindest in Teilen ihrer Infrastruktur eine volle Auslastung erreicht. Lediglich rund 25 Prozent der befragten Häfen verfügten in allen Bereichen noch über Kapazitätsreserven. Allerdings sei noch kein Hafen in allen Bereichen an seine Auslastungsgrenze gestoßen.

Rund ein Drittel der befragten Binnenhäfen plane eine Erweiterung ihres Hafenareals. Vor allem Flächen und Anlagen für den Containerumschlag sowie die Verkehrsinfrastruktur sollten ausgebaut werden. Das Verladen von Containern nimmt in den Häfen seit Jahren zu. So ist im größten deutschen Binnenhafen Duisburg im vergangenen Jahr trotz Corona der Containerumschlag um fünf Prozent gewachsen.

Ein Problem für die Häfen ist laut Befragung die Einhaltung von Umweltvorgaben. Etwa jeder zweite Hafen habe nach eigenen Angaben aktuell damit Schwierigkeiten. Auch bei der Versorgung der in den Häfen liegenden Schiffen mit Landstrom hapert es. Das Angebot sei lückenhaft, in vielen Häfen sogar nicht existent. Mit einem Landstrom-Anschluss soll verhindert werden, dass die Dieselmotoren der Schiffe auch während der Liegezeiten laufen und Schadstoffe ausstoßen. In knapp der Hälfte der Häfen gebe es an den Liegeplätzen aber keinen Anschluss. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BINNENSCHIFFFAHRT & MULTIMODALE TRANSPORTE.

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