-- Anzeige --

Krank arbeiten schädigt das Unternehmen

Wer krank im Bett bleibt, schont den Geldbeutel seiner Firma
© Foto: photos.com/stockbyte

Wenn sich Mitarbeiter mit Grippe zur Arbeit quälen, verursachen sie laut einer Studie der Felix Burda Stiftung ihrem Arbeitgeber unnötig hohe Kosten


Datum:
10.06.2011
Autor:
Eva Hassa
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Frankfurt/Main. Gesundheitsvorsorge von Arbeitgeberseite kann einer Studie zufolge massiv die Kosten senken, die Unternehmen und Volkswirtschaft jedes Jahr durch kranke Arbeitnehmer entstehen. Betriebliche Gesundheitsvorsorge verschaffe zudem „echte strategische Wettbewerbsvorteile" und steigere die Produktivität erheblich, heißt es in einer Studie, die die Felix Burda Stiftung bei der Unternehmensberatung Booz & Company in Auftrag gab.

Jeder Euro, der in betriebliche Vorsorge investiert werde, zahle sich mit mindestens fünf und bis zu 16 Euro für die deutsche Volkswirtschaft aus, rechnet die Studie vor. Dieser Effekt beruhe auf der reinen Verringerung von Krankheitstagen und damit verbundenen direkten Kosten für Medikamente und medizinische Behandlung. Indirekte Kosten wie der Verlust von Fachwissen oder die verminderte Produktivität seien dabei noch gar nicht eingerechnet.

Der durch reine Fehlzeiten bedingte Betrag von 1197 Euro pro Mitarbeiter und Jahr erfasst der Studie zufolge nur rund ein Drittel der Kosten, die tatsächlich in deutschen Unternehmen anfallen. Zu zwei Dritteln seien die krankheitsbedingten Kosten darauf zurückzuführen, dass die Arbeitnehmer sich krank zum Dienst schleppten. Ihre eingeschränkte Einsatzfähigkeit vermindere die Arbeitsqualität, erhöhe die Fehleranfälligkeit und die Anzahl von Unfällen. Eine Verzögerung der Genesung könne sogar zu chronischer Erkrankung und zum Burnout führen. Die Kosten für diesen sogenannten Präsentismus ließen sich auf jährlich 2394 Euro pro Kopf beziffern. Für den Arbeitgeber stiegen damit die krankheitsbedingten Kosten auf 3591 Euro jährlich pro Arbeitnehmer.

Hochgerechnet auf alle deutschen Unternehmen fielen der Studie zufolge im Jahr 2009 Kosten in Höhe von etwa 129 Milliarden Euro an. Der volkswirtschaftliche Schaden, gemessen als Bruttowertschöpfungsausfall, belief sich demnach auf 225 Milliarden Euro. Dies entspreche neun Prozent des Bruttoinlandsproduktes. (eh) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.