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Fachkräftemangel: Linke fordert Rechtsanspruch auf Ausbildung

Immer weniger junge Menschen absolvieren eine berufliche Ausbildung
© Foto: monkeybusinessimages/istockphoto.com

Die Partei verlangt von der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung einen Gesetzentwurf, der einen Rechtsanspruch auf berufliche Ausbildung verankert.


Datum:
23.06.2022
Autor:
Stephanie Noll
Lesezeit: 
2 min
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Wie der parlamentarische Nachrichtendienst „Heute im Bundestag“ berichtet, fordert Die Linke in einem Antrag an die Bundesregierung mehr Ausbildungsplätze zu schaffen und die Qualität der Berufsausbildung zu verbessern. Als Grund führt die Fraktion die schlechten Ausbildungszahlen an: Schon vor der Corona-Pandemie hätten weniger als 20 Prozent der Betriebe ausgebildet. 2020 sei die Zahl nochmals um 1,4 Prozent auf 419.700 gesunken, erläutern die Abgeordneten in dem Antrag. Es sei zu befürchten, dass dieser Trend dauerhaft dramatische Auswirkungen auf die Fachkräftesicherung haben werde, heißt es darin weiter.

Garantie einer vollqualifizierenden, mindestens dreijährigen Ausbildung

Konkret fordert die Linke von der Bundesregierung unter anderem einen Gesetzentwurf, der einen Rechtsanspruch auf Ausbildung verankert und allen Menschen die Aufnahme einer vollqualifizierenden, mindestens dreijährigen Ausbildung garantiert. Mit einem weiteren Gesetzentwurf soll nach Willen der Abgeordneten eine solidarische Umlagefinanzierung eingeführt werden, die alle Betriebe für die Finanzierung der Ausbildung junger Menschen in die Pflicht nimmt und die Ausbildungskapazitäten krisensicher macht. Gemeinsam mit den Ländern, Kammern, der Bundesagentur für Arbeit (BA) und den Gewerkschaften soll die Bundesregierung dafür sorgen, dass die überbetriebliche Ausbildung verstärkt genutzt wird, um die Ausbildungsbeteiligung kleinerer Unternehmen zu erhöhen.

Weiter verlangt die Fraktion, die Berufseinstiegsbegleitung stärker flächendeckend zu etablieren und finanziell abzusichern. Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein Bildungsangebot der BA zur „Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen“.

Assistierte und schulische Ausbildung als Regelangebot

Außerdem soll die assistierte Ausbildung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und auch schulische Ausbildungen als Regelangebot umgesetzt werden, fordert die Linke in ihrem Antrag. Bei der assistierten Ausbildung werden Betriebe bei der Azubi-Wahl und der späteren Betreuung von der BA unterstützt. Auch die Auszubildenden erhalten individuelle Unterstützung mit dem Ziel, eine Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen. Die schulische Ausbildung findet im Gegensatz zur dualen Ausbildung ausschließlich an der Berufsfachschule oder einer Fachakademie statt und wird deshalb auch vollschulische Ausbildung genannt. Einige Berufe im sozialen, pflegerischen, kaufmännischen oder technischen Bereich werden ausschließlich an Schulen erlernt. (sn)

 

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