Amazon muss nun in allen Lagern eine Risikobewertung durchführen

©Rupert Oberhäuser/Image-Broker/picture-alliance

Amazon setzt Betrieb in Frankreich aus

Zu wenig hat Amazon für den Schutz seiner Mitarbeiter in französischen Verteilzentren getan, so ein Gerichtsurteil. Der Online-Händler muss deshalb nun vorerst seine Verteilzentren schließen, bis bestimmte Auflagen erfüllt sind.

Paris. Nach einem Gerichtsurteil setzt Amazon den Betrieb seiner Verteilzentren in Frankreich vorläufig aus. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte dem Online-Händler zuvor auferlegt, sich auf eine Auswahl wichtiger Artikel zu beschränken. Wie lange die Aussetzung laufen soll, wurde explizit nicht mitgeteilt. „Diese Woche werden wir die Mitarbeiter unserer Verteilzentren bitten, zuhause zu bleiben“, schrieb das Unternehmen.

Das Gericht hatte am Dienstag erklärt, der Online-Händler habe in der Coronavirus-Krise seine Verpflichtungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in seinen Logistikzentren nicht ausreichend erfüllt.

Der Versandhändler solle sich daher in Frankreich auf Bestellungen von Lebensmitteln sowie Hygiene- und Medizinprodukten beschränken. Amazon müsse nun in allen Lagern eine Risikobewertung durchführen und erforderliche Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben erstaunt über das Urteil und kündigte an, dagegen in Berufung zu gehen. Amazon habe bereits erheblich investiert, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und zu verbessern. (dpa/ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special KEP – KURIER-, EXPRESS-, PAKETDIENSTE.

1000px 588px

KEP – Kurier-, Express-, Paketdienste, Frankreich – Transport & Logistik, Corona Epidemien & Seuchen – Transport und Logistik, Logistikregionen & Standorte


WEITERLESEN: