Aeroflot MD-11

Zu alt und zu teuer: Eine MD-211-Frachtmaschine der Aeroflot

©Heiner Siegmund

Aeroflot verlässt Flughafen Hahn

Die russische Airline Aeroflot stellt Frachtflüge am Hunsrück-Flughafen ein.

Moskau. Für den defizitären Flughafen Hahn ist es eine weitere Hiobsbotschaft: Zum 16. Juli stellt Russlands größte Fluglinie Aeroflot ihre Frachtflüge zum defizitären Hunsrück-Airport ein. Das beschloss der Unternehmensvorstand, wie eine Aeroflot-Sprecherin am Montag in Moskau mitteilte. Die russische Zeitung „RBK Daily“ hatte berichtet, dass Aeroflot seine drei Frachter vom Typ MD-11 wegen des hohen Alters und zu großer Kosten ausmustert. Mit den Maschinen steuert das Unternehmen von Moskau aus bislang auch den Hahn an.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) hatte in der vergangenen Woche der russischen Airline in einem Schreiben ein Gespräch angeboten - in Deutschland oder auch in Moskau. Man warte noch auf eine Antwort sagte ein Ministeriumssprecher. Auch eine Hahn-Sprecherin betonte: „Uns liegt noch keine offizielle Bestätigung von Aeroflot vor.“

Erst im Mai war die Airline Air Cargo Germany (ACG) mit vier Maschinen im Hunsrück insolvent gegangen. Laut der Hahn-Sprecherin fliegen noch rund 15 große und kleine Frachtgesellschaften den ehemaligen US-Fliegerhorst an - aber keineswegs alle täglich. Hinzu kommen drei Passagiergesellschaften, allen voran der irische Billigflieger Ryanair. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special FLUGHAFEN HAHN – LUFTFRACHT.

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Flughafen Hahn – Luftfracht

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