Mautbrücke A 4

Während der Corona-Krise ist die Fahrleistung der Lkw auf mautpflichtigen Straßen in Deutschland deutlich gesunken

©Jürgen Lösel/ZB/picture-alliance

ADAC fordert vom Bund Ausgleich für fehlende Lkw-Maut-Einnahmen

Der Automobilclub verlangt, dass die Regierung die Rückgänge während der Corona-Krise finanziell kompensiert, damit Straßenbau-Projekte nicht auf der Strecke bleiben.

Berlin. Der Autoclub ADAC fordert, die Corona-Ausfälle bei den Einnahmen aus der Lkw-Maut aus dem Bundeshaushalt auszugleichen, damit Straßenbau-Projekte nicht auf der Strecke bleiben. Der Bund müsse die Finanzierung sicherstellen, „denn wir können uns eine mangelhafte Infrastruktur schlichtweg nicht leisten, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand der „Deutschen Presse-Agentur“. „Daher sollte der Bund die Lücke bei der Lkw-Maut im Nachtragshaushalt 2020 aus Etatmitteln schließen.“ Für die Versorgung der Bevölkerung und eine funktionsfähige Wirtschaft sei „die Straße unverzichtbar“.

Ein intaktes Straßennetz hat aus Hillebrands Sicht auch Vorteile für den Umwelt- und Klimaschutz: „Pkw- und Lkw-Verkehr werden ihre Emissionen reduzieren, da sollte der ökologische Fortschritt nicht im Stau oder durch Umwegfahrten für gesperrte Brücken wieder eingebüßt werden», sagte er.

Die Corona-Krise hat sich auch auf die Einnahmen aus der Lkw-Maut ausgewirkt. Im April zum Beispiel kamen 550 Millionen Euro herein und damit knapp 89 Millionen Euro weniger als im Vorjahresmonat. Hintergrund ist ein Rückgang der Lkw-Fahrleistung angesichts der Corona-Beschränkungen seit Ende März. Normalerweise bringt die Lkw-Maut sieben Milliarden Euro im Jahr ein. Die Einnehmen gehen in die Bundesfernstraßen. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSPOLITIK DEUTSCHLAND.

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