Wolfgang P. Albeck_Trans-o-flex

Wolfgang P. Albeck will als neuer CEO die Trans-o-flex wieder flott machen

©Trans-o-flex/Montage: VR/A. Wallnöfer

Wolfgang P. Albeck wird CEO der Trans-o-flex

Der bisherige Bereichsvorstandsvorsitzende der DHL Express Germany und Geschäftsführer Austria, wird neuer CEO der Trans-o-flex. Was er in dieser Funktion plant, erfuhr die VerkehrsRundschau exklusiv vorab.

Weinheim. Wolfgang P. Albeck, der bisherige Bereichsvorstands-Vorsitzende der DHL Express Germany und Geschäftsführer Austria, wird zum 1. April 2017 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der Trans-o-flex. Albeck verantwortet damit nun die Bereiche Vertrieb, Marketing, Customer Service, Personal, Recht, Sicherheit, Qualitätsmanagement, IT sowie interne und externe Kommunikation. Gemeinsam mit Albeck bilden weiterhin Wolfgang Weber (Operations) und Axel Stetenfeld (Finanzen) die Geschäftsführung, während Frank Iden, wie seit Januar bekannt, die Aufgabe des CEOs zu Ende März 2017 abgegeben hat.

Die Aufgabe: Trans-o-flex wieder flott machen

Die Personalie Albeck kommt selbst für Branchenkenner überraschend. Denn eigentlich hatte der 65-Jährige für Ende März 2017 seinen Rückzug angekündigt, mit der Begründung in den Ruhestand zu gehen – am liebsten auf seinen Landsitz in Südfrankreich. Stattdessen will er nun die Trans-o-flex wieder flott machen – kein leichtes Unterfangen. Das Unternehmen schreibt seit Jahren Verluste, und keine Branchenfirma wechselte in den vergangenen Jahren so häufig die Eigentümer wie Trans-o-flex. Viele Geschäftsführer kamen, viele Geschäftsführer gingen – zuletzt hatte man Frank Iden geholt, der zuvor CEO der Hermes Logistik Gruppe gewesen war.

Nun also Albeck. Albeck, der von Jesuiten groß gezogen wurde und gelernter Speditionskaufmann ist, gilt als harter, aber fairer Sanierer. Als Geschäftsführer Operations führte er zum Beispiel die seinerzeit angeschlagene TNT Express Anfang der 90er Jahre wieder in die Gewinnzone. So erfolgreich, dass ihn Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel an die Spitze der EMS Kurierpost der Post AG holte, deren Turnaround Albeck ebenfalls gelang – wenngleich EMS schließlich in der Marke „Post Express“ der Deutschen Post und später in der von DHL aufging. 20 Jahre insgesamt war Albeck in zahlreichen leitenden Funktionen der Paket- und Express-Organisation der Post tätig gewesen.

„Die Zukunft sind graue Ware und Pharmalogistik“

Was Albeck nun bei Trans-o-flex plant? Das seit Jahren umstrittene Distributions-GmbH-Modell wird auf den Prüfstand gestellt. Von unprofitablen Geschäften werde man sich da trennen, deutet er gegenüber der VerkehrsRundschau an. Auch die Zustellung weißer Ware und das Kombi-fracht-Geschäft müsse man sich, sagt er, im Hinblick auf die Margen genauer ansehen. Ausbauen will er den Schnellieferservice: So wird es künftig die Zustellung vor 9 Uhr geben – neben den bestehenden Zeitfensteroptionen vor 8 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr und Übernacht. „Die Zukunft der Trans-o-flex ist neben der grauen Ware aber klar die Pharmalogistik“, betont Albeck. „In diesem Markt sind wir bestens positioniert. Trans-o-flex ist da eine sehr starke Marke.“ Diese Stärken werde er ausbauen – auch und gerade im Segment der Endkunden-Belieferung. „Da spielt sehr viel Musik“, deutet der CEO neue Services der TOF an. (eh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special PHARMALOGISTIK.

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Pharmalogistik, Kontraktlogistik, Unternehmensführung, Trans-o-flex


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