Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein erhöht die Transportkosten für Kraftstoffe. Besonders im Westen Deutschlands sind die Preise spürbar gestiegen.
Das extreme Niedrigwasser auf dem Rhein wirkt sich zunehmend auf die Kraftstoffpreise in Deutschland aus. Nach Einschätzung des ADAC verteuert die eingeschränkte Schiffbarkeit des Flusses den Transport von Ölprodukten und Treibstoffen. Besonders betroffen sind Regionen entlang des Rheins und in Westdeutschland.
Der Rhein zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Rohöl, Benzin und Diesel. Können Tankschiffe wegen niedriger Pegelstände nur eingeschränkt oder mit reduzierter Ladung fahren, steigen die Logistikkosten für die Versorgung der Raffinerien und Tankstellen.
Westdeutschland stärker betroffen
Nach Angaben des ADAC bleibt die Versorgung mit Kraftstoffen zwar gesichert. Die höheren Transportkosten schlagen sich jedoch regional in den Preisen nieder. Während Deutschland über verschiedene Versorgungswege wie Seehäfen, Pipelines, Schiene und Straße verfügt, spielt der Rhein insbesondere für den Westen des Landes eine zentrale Rolle.
Aktuelle Preisdaten zeigen, dass Nordrhein-Westfalen und Hessen bei Benzin zu den teuersten Bundesländern zählen. Auch bei Diesel liegen beide Länder im oberen Preisbereich.
Preisunterschiede von mehreren Cent
Auffällig sind die regionalen Unterschiede zwischen West- und Süddeutschland. Vor allem in Bayern liegen die Kraftstoffpreise derzeit spürbar niedriger als in vielen westdeutschen Regionen.
Je nach Bundesland ergeben sich Unterschiede von mehreren Cent pro Liter. Bei Benzin beträgt die Differenz zwischen den günstigsten und teuersten Regionen nach aktuellen Daten rund sieben Cent, bei Diesel sogar bis zu acht Cent.