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Logistikfirma unter Schleuserverdacht – Razzien in vier Bundesländern

Rund 570 Bundespolizisten und Zollbeamte waren im Einsatz
© Foto: Sebastian Gollnow/dpa/picture-alliance

Eine Logistikfirma steht unter anderem in Verdacht, Ausländer gewerbsmäßig eingeschleust und illegal beschäftigt zu haben. Bei einer Verurteilung drohen den Verantwortlichen mehrjährige Haftstrafen.


Datum:
11.03.2020
Autor:
John Aukenthaler
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Werra-Suhl-Tal. Rund 570 Bundespolizisten und Zollbeamte haben eine Logistikfirma bei Eisenach sowie deren Niederlassungen in Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Ermittelt werde gegen drei Geschäftsführer des Unternehmens, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch. Sie stünden unter anderem in Verdacht, Ausländer gewerbsmäßig eingeschleust und illegal beschäftigt zu haben. Die Rede ist von 95 Arbeitern aus der Ukraine seit dem vergangenen Jahr.

Bei der Aktion am Mittwoch wurden nach Angaben der Bundespolizei zwölf Ukrainer in Gewahrsam genommen. Nun werde ihr genauer Aufenthaltsstatus geprüft. Die Ermittler haben den Verdacht, dass sie illegal nach Deutschland geholt wurden. Hier hätten sie in der Firma in Werra-Suhl-Tal zu Dumpinglöhnen unterhalb des Mindestlohns gearbeitet. Zusätzlich sei ihnen vom Verdienst Geld für eine kärgliche Unterkunft abgezogen worden. Auch sollen Beiträge zur Sozialversicherung nicht oder nicht in voller Höhe gezahlt worden sein.

Mehrjährige Haftstrafen und Geldbußen möglich

Durchsucht wurden am Mittwoch Geschäftsräume und Wohnungen, um Beweise zu sichern. Die Staatsanwaltschaft Meiningen leitet die Ermittlungen. Bei einer Verurteilung drohten mehrjährige Haftstrafen; zudem würden Verstöße gegen das Mindestlohngesetz mit Geldbußen bis zu einer halben Million Euro geahndet, teilte die Bundespolizei mit. Die Ermittlungen laufen demnach bereits seit vergangenem Sommer. (dpa/ja)

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