Ein Geheimnis, das keines ist

01.07.2010 08:00 Uhr

Spätestens wenn es ums Thema Preise geht, hüllen sich Unternehmer und Fahrzeughersteller in absolutes Schweigen. Umso überraschter waren wir über die teils sehr offenen Aussagen einiger Unternehmer, die teilweise bis aufs Cent genau angaben, was sie für ein Fahrzeug bezahlen. Das überraschende dabei: Die genannten Preise variierten weit weniger als angenommen:

Für eine Standard-Sattelzugmaschine im Leasing rechnet man meist zwischen 1300-1500 Euro, ein Full-Service-Vertrag kostet meist 300 Euro extra. Günstiger (1100 Euro Leasing ergo etwa 1400 Euro Full-Sevice) fallen dann die sogenannten „Schweinepreise“ aus, die in erster Linie dazu dienen, abtrünnige Kunden zu halten oder zurückzugewinnen, respektive neue Fuhrparks zu akquirieren.

Letztendlich spricht man also immer von dreistelligen Beträgen pro Monat. Die können mittlerweile zwar das Zünglein an der Waage sein, bewegen sich aber andererseits im Rahmen kleiner Schäden, ungünstigem Wetter oder einem verpassten Liefertermin wegen Stau. Auch hier verliert man im handumdrehen einen dreistelligen Betrag.

Im Trailersektor ist es nicht viel anders, wobei hier der regionale Faktor noch stärker mit hineinspielt: Gerne beschuldigen die beiden großen norddeutschen Hersteller die Nummer drei als Billigheimer in ihrem Revier, während man in Burtenbach manches Mal klagt, dass man vor der eigenen Haustüre mit den Dumpingangeboten der großen Trailergiganten einfach nicht mithalten könne. Und in Österreich und Osteuropa könne komischerweise auch der viergrößte Hersteller aus der Alpenrepublik Preise machen, die die Selbstkosten nicht trügen.

Der Vorteil der Kunden: Hinter all diesem Säbelgerassel stehen mittlerweile sehr ausgereifte und weitgehend vergleichbare Produkte, was auf die Trailer noch stärker zutrifft als auf die Motorwagen. Und trotzdem ist der Kaufpreis bzw. die Leasingrate nur der eine, nüchterne Teil der Kaufentscheidung: Der andere ist die objektive und in hohem Maße auch subjektive Zufriedenheit mit dem Produkt, dessen Service und dem Verkäufer, womit wir wieder beim Bauchgefühl sind, wo auf einmal auch vierstellige Beträge keinerlei Rolle mehr spielen – Hauptsache man hat gut verhandelt.

Gregor Soller, Redakteur

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Sales Manager / Vertriebsprofi (m/w/d) Logistik - Neukunden & Projekte

Vertriebsgebiet Alsfeld · Homberg (Efze) · Kassel

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