Märklin, Schiesser, Edscha, Rosenthal: Marken, die alle einen guten Ruf genießn. Dieser hat den Firmen jedoch nichts genutzt. Sie alle mussten in den letzten Monaten Insolvenz anmelden.
Diese Betriebsaufgaben gehen nicht spurlos an der Transportbranche vorbei. Auch wenn an der Insolvenzfront allen Unkenrufen zum Trotz in den letzten Monaten keine spektakuläen Firmenaufgaben zu vermelden sind: Das Verkehrsgewerbe kann sich dem derzeitigen Abwärtsstrudel nicht entziehen.
Die Dimension der Krise verdeutlichen die Ergebnisse der Mittelfristprognose. Vier Prozent Minus bei der Verkehrsleistung fü 2009: Einen solchen Einbruch hat es seit der Wiedervereinigung noch nie gegeben und könte noch so manchen Betrieb in die Knie zwingen.
Andererseits war das Verkehrsgewerbe in den letzten Jahren eine Boombranche wie kaum eine andere. Es wurden Wachstumsraten von bis zu 8,1 Prozent erzielt. Davon konnten Branchen wie der Einzelhandel nur träumen. Da gibt es doch keinen Grund zur Klage, wenn ein Jahr mal etwas schlechter läuft, könnte man meinen. Das Problem jedoch: Wachstum ist nicht gleich Ertrag. Vielen Betrieben ist es nicht gelungen, sich ein finanzielles Polster zuzulegen. Das rächt sich jetzt. Dabei muss sich jedes Unternehmen auch hinterfragen, ob es ausreichend auf den Abschwung vorbereitet war. Denn dass es mit solch hohen Wachstumsraten nicht weitergeht, war absehbar.
Die VerkehrsRundschau liefert daher den Akteuren ab sofort noch mehr Hilfestellung. Im VR-Barometer analysieren wir jede Woche einzelne Märkte der Verkehrswirtschaft und wagen den Blick in die Zukunft. Damit es möglichst wenig Märklins im Verkehrsgewerbe gibt.
Michael Cordes, Redakteur