Kraftfahrt-Bundesamt

Das KBA soll in dieser Sache ein Anhörungsverfahren eröffnet haben (Symbolfoto)

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Verdacht auf unzulässige Abschaltvorrichtung bei Sprinter-Modell

Sprinter-Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5, die bis 2016 hergestellt wurden, stehen unter dem Verdacht, eine unzulässige Abschaltvorrichtung zu verwenden.

Stuttgart. Ein weiteres Dieselfahrzeug von Daimler steht nach einem Bericht von „Bild am Sonntag“ im Verdacht, mit illegaler Abgastechnik zu fahren. Betroffen sind demzufolge 260.000 Transporter des Modells Sprinter in Europa, davon 100.000 in Deutschland. Die Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5, die bis 2016 hergestellt wurden, sollen nach einem Schreiben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an Daimler vom 25. September eine „unzulässige Abschaltvorrichtung“ verwenden, wie die Zeitung berichtete.

Ein Konzernsprecher in Stuttgart bestätigte am Sonntag, 6. Oktober, auf Anfrage, dass das KBA in dieser Sache ein Anhörungsverfahren eröffnet habe. Es gehe um 260.000 Fahrzeuge von Varianten des Vorgängermodells des aktuellen Sprinters. Daimler habe die Funktionsweise der Abgasreinigung dem KBA bereits im Mai 2018 vorgestellt „und sie anschließend seit Sommer 2018 in weiteren Besprechungen eingehend erläutert“, stellte der Sprecher fest.

Das KBA hatte im Juni für rund 60.000 Diesel-Geländewagen vom Typ Mercedes-Benz GLK 220 einen Pflicht-Rückruf mit Sofortvollzug angeordnet. Daimler legte Widerspruch gegen die Anordnung ein, „um Klarheit in einer komplexen Sache zu erlangen“, wie der Konzernsprecher am Sonntag hinzufügte. Im Zusammenhang mit der Anordnung zum GLK habe Daimler „bereits darüber informiert, dass die beanstandete Funktionalität in verschiedenen Baureihen enthalten ist“. (dpa)

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