Roadraillink

Mit Roadraillink lassen sich Nutzfahrzeuge auf den Zug setzen

©TX Logistik

TX Logistik und Vegatrans setzen auf Roadraillink

Das Adaptersystem soll die Flexibilität der Schiene erhöhen und Taschenwagen zum Autotransportwagon erweitern.

Troisdorf/Salzburg. Die TX Logistik AG (TXL) und die Vega International Car-Transport and Logistics-Trading Gesellschaft (Vegatrans) setzten künftig auf das Adaptersystem Roadraillink (r2L). Damit lassen sich Standard-Taschenwagen zum Autotransportwagon umfunktionieren. Zum Einsatz kommt das System auf der Anfang September neu  gestarteten Relation zwischen Sommacampagna-Sona bei Verona und dem nordrhein-westfälischen Rheine.

Auf der Verbindung gelangen aktuell in wöchentlich zwei Rundläufen Iveco-Kleintransporter aus Italien ins GVZ Rheine, während von dort für Italien bestimmte Scania- und Iveco-Lkw sowie neue Sattelauflieger verschiedener Hersteller nach Sommacampagna-Sona transportiert werden. Durch den Einsatz von r2L kann dazu das gleiche Wagen-Equipment genutzt werden. Bei dem System handelt es sich um einen von Vegatrans und KTT (Kässbohrer Transport Technik) entwickelten Ladungsträger, der mit mobilen und verstellbaren Rampen konstruiert ist und in jedem Bahnterminal einfach mit Reachstacker oder Terminalkran in den Standard-Taschenwagen T3000 verladen werden kann. Auf einen kompletten Zug mit 16 Doppeltaschenwagen passen nach Unternehmensangaben so 96 Kleintransporter, 64 Lkw oder 32 Sattelauflieger – auch entsprechend gemischte Ladevarianten sind möglich.

TX Logistik übernimmt nach eigenen Angaben für Vegatrans den kompletten Terminal-zu-Terminal-Service, inklusive dem Wagenpark- Management und der 24/7-Überwachung durch das European Control Center.

32 leichte Lkw mehr pro Zug

„Mit Roadraillink können wir pro Zug 32 leichte Lkw mehr befördern als mit herkömmlichen Flachwagen“, sagt Franz Blum, Geschäftsführer und Gesellschafter von Vegatrans. Einen weiteren großen Vorteil sieht er in der universellen Einsetzbarkeit des Systems: „Erstmals können wir dadurch in der Automobillogistik auf der Schiene Inbound- und Outbound-Verkehre miteinander kombinieren und so noch effizienter gestalten.“ Roadraillink vereinfacht aber nicht nur den bislang eher statischen Bahntransport von Fahrzeugen. „Durch die gemischte Ladung ist eine flexible Gestaltung möglich. Man ist nicht an einen Fahrzeugtyp gebunden, sondern kann auch innerhalb einer Zugkomposition einfach wechseln. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten, Zugsysteme zu kombinieren“, sagt Berit Börke, Vorstand Vertrieb (CSO) der TX Logistik AG.

Insgesamt sind derzeit 64 r2L-Ladungsträger im Einsatz, darunter auch auf einer weiteren Linie zwischen Wörth am Rhein und Fernetti bei Triest. „Wir entwickeln das System technisch fortlaufend weiter. Die nächste Serie von weiteren 32 Stück ist bereits in Bau“, sagt Franz Blum. Geplant ist zudem, den Schienentransport für weitere Fahrzeuggattungen zu ermöglichen – beispielsweise gummibereifte Land- und Baumaschinen, aber auch Busse sind denkbar. Auch für die Überführung von schweren Elektrofahrzeugen ist das Adapterkonzept eine Option. (sno)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KOMBINIERTER VERKEHR STRASSE-SCHIENE.

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